Reformierte Synode verabschiedet Stellungnahme zum „Naßwalder Modell“

„Interne Diskussion der lutherischen Kirche“ – Gemeinsame Gremienarbeit nicht berücksichtigt

Wien (epd Ö) – Zum so genannten „Naßwalder Modell“, das derzeit die in Villach tagende lutherische Synode beschäftigt, hat auch die evangelisch-reformierte Synode eine Stellungnahme veröffentlicht. Darin wird festgehalten, dass es sich bei der Debatte um das neue Kirchenmodell um eine „interne Diskussion innerhalb der lutherischen Kirche“ handelt, so die reformierte Synode, die von Donnerstag bis Freitag in Wien tagt. Kritisiert wird von den Delegierten der reformierten Pfarrgemeinden aus ganz Österreich, dass die gemeinsame Gremienarbeit der Kirchen A.B. und H.B. nicht berücksichtigt wurde. Einem Modell, das die drei gemeinsam besetzten Gremien (Generalsynode, Synodalausschüsse in gemeinsamer Sitzung und Oberkirchenrat A. und H.B.) in Frage stelle, werde die Reformierte Kirche „keinesfalls zustimmen können“, wird in der Stellungnahme festgehalten.

Um eine bessere Gesprächslage im interreligiösen Dialog zu gewährleisten, wählte die Synode Oberkirchenrat Pfr. Mag. Richard Schreiber zu ihrem Islambeauftragten. Mit Blick auf das Jahr 2009 als Jubiläumsjahr für den 500. Geburtstag des Reformators Johannes Calvin wurde auf Veranstaltungen, Symposien, Gesprächskreise, Vortragsreihen und andere Ideen hingewiesen, die auf der Website der reformierten Kirche www.reformiertekirche.at demnächst nachgelesen werden können. „Insgesamt zeigt sich in den Berichten der zuständigen Kommissionen eine durchaus positive Entwicklung der finanziellen Belange der Evangelischen Kirche H.B. in Österreich“, berichtet Pfarrer Mag. Harald Kluge gegenüber epd Ö. Aus den reformierten Gemeinden Wien-Süd und Wien-Innere Stadt wurde von den dort laufenden Gemeindediakonieprojekten berichtet. Zur Unterstützung der bestehenden diakonischen Arbeit in den Gemeinden soll ein Ausschuss nun die Möglichkeit der Einführung des Diakonenamtes prüfen.

ISSN 2222-2464