Pröll: Gute Zusammenarbeit zwischen Kirchen und Land

Bischof Klaus Küng, Kardinal Christoph Schönborn, Landeshauptmann Erwin Pröll und Superintendent Paul Weiland beim ökumenischen Mittagessen im NÖ-Landhaus. Foto: NöLandespressedienst/Reinberger
Bischof Klaus Küng, Kardinal Christoph Schönborn, Landeshauptmann Erwin Pröll und Superintendent Paul Weiland beim ökumenischen Mittagessen im NÖ-Landhaus. Foto: NöLandespressedienst/Reinberger

Ökumenisches Mittagessen im NÖ-Landhaus – Weiland: 2017 betrifft alle Kirchen

St. Pölten (epdÖ) – Die gute Zusammenarbeit zwischen Kirchen und Land hat der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll beim traditionellen „Ökumenischen Mittagessen“ am Dienstag, 1. Oktober, hervorgehoben. Die Kooperation beruhe „auf guten Grundfesten“, sagte der Landeshauptmann vor den Repräsentanten der Evangelischen und der Römisch-katholischen Kirche. In einer unruhigen Zeit wie der heutigen sei es wichtig, dass Institutionen Hoffnung, Halt und Orientierung anbieten. Gemeinsam gelte es, dem zunehmenden „Egoismus und der Eigenbrötlerei“ entgegenzuwirken und ein „gutherziges“ Klima zu schaffen, so Pröll.

Für die hervorragende Zusammenarbeit dankten auch Kardinal Christoph Schönborn und Superintendent Paul Weiland, der gemeinsam mit Seniorin Birgit Schiller und den Senioren Christian Brost und Karl-Jürgen Romanowski ins Landhaus gekommen war. Die furchtbaren Ereignisse in Annaberg hätten gezeigt, „wie gefährdet wir als Menschen sind und welche Abgründe bestehen können“, zugleich sei jedoch auch eine „unglaubliche Anteilnahme“ spürbar geworden, die Hoffnung gebe, meinte der Kardinal. Die gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen Kirchen und Land, etwa in der Denkmalpflege, sei „nicht selbstverständlich“.

Superintendent Weiland bezeichnete die jährliche Einladung zum Ökumenischen Mittagessen als „Symbol für das beispielhafte Miteinander und den gegenseitigen Respekt“. Weiland erinnerte an das „Jahr der Diakonie“, das die Evangelischen Kirchen heuer begehen. Diakonie stehe für „gelebte Nächstenliebe“ und „Dasein für andere, die Hilfe brauchen, gleichgültig, wer sie sind und woher sie kommen“. Nächstenliebe werde in den Gemeinden gelebt und müsse „immer wieder neu eingeübt werden“, hier hätten alle Kirchen eine gemeinsame Aufgabe. Vorausblickend auf das Reformationsjubiläum 2017 sagte Weiland: „Keine Kirche wäre heute so wie sie ist, wenn es die Reformation nicht gegeben hätte.“ Daher sei 2017 „ein Ereignis, das alle Kirchen betrifft“. Das reformatorische Prinzip, Bildung für alle zu ermöglichen, habe etwa stark nach außen gewirkt. So sind im 16. Jahrhundert in vielen Dörfern Niederösterreichs, die damals evangelisch waren, Schulen gegründet worden. 2017 könne ein Anstoß sein, nach außen sichtbar zu machen, wie gut das Miteinander heute funktioniere.

ISSN 2222-2464