Politische Musik in der Stadtkirche

Interpretiert Vertonungen von Bertolt Brecht und Karl Kraus: der Tenor Alexander Kaimbacher. Foto: Lena Kern
Interpretiert Vertonungen von Bertolt Brecht und Karl Kraus: der Tenor Alexander Kaimbacher. Foto: Lena Kern

Musik am 12ten – Verschoben auf 18. September

Wien (epdÖ) – Politischer Musik und Literatur der Zwischenkriegszeit widmet sich die Veranstaltungsreihe „Musik am 12ten“ – krankheitsbedingt diesmal am Dienstag, 18. September – in der Wiener Lutherischen Stadtkirche. Unter dem Titel „Genuss des Unendlichen“ interpretiert der Österreichische Tenor Alexander Kaimbacher Lieder des Wiener Komponisten Ernst Krenek aus dem Jahr 1931. Ergänzt wird dies um Hanns Eislers Hölderlin- und Brechtvertonungen aus den Dreißigern sowie einem zeitgenössischen musikalisch-politischen Statement des österreichischen Komponisten und Dirigenten Herwig Reiter. Landeskantor Matthias Krampe begleitet am Klavier, der frühere ORF-Journalist Udo Bachmair liest Texte des Satirikers und Zeitkritikers Karl Kraus, dessen texte Krenek auch als Basis für einige seiner Lieder dienten.

Die Werke des 1900 in Wien geborenen Ernst Krenek, kurzzeitig mit Alma Mahler verheiratet, wurden 1933 im Deutschen Reich als entartet eingestuft, nach dem „Anschluss“ 1938 musste er in die USA fliehen. Der 1888 in Leipzig geborene Hanns Eisler gilt als engster Weggefährte Bertolt Brechts, auch er musste in die USA fliehen, lebte ab 1949 jedoch in der DDR, deren Nationalhymne er auch komponierte.

Die Veranstaltung am 18. September beginnt um 19.30 Uhr. Informationen zu Eintrittspreisen und Ermäßigungen unter www.musikam12ten.info Die für den ursprünglichen Termin am 12. September gekauften Karten behalten ihre Gültigkeit oder werden am vor Ort erstattet

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ISSN 2222-2464