Personal für die Behindertenhilfe

Diakoniewerk Gallneukirchen und voestalpine Implacementstiftung präsentierten neues Modell zur Ausbildung von Behindertenbetreuern

Linz, 27. Februar 2002 (epd Ö) Ein neues Modell zur Ausbildung von Behindertenbetreuern haben das Evangelische Diakoniewerk Gallneukirchen und die voestalpine Implacementstiftung am Dienstag, 26. Februar, in Linz vorgestellt. Ab 1. März können sich Arbeitslose in Form einer „Implacementstiftung“ zu Behindertenbetreuern ausbilden lassen. „Der Bedarf an fachspezifisch ausgebildeten MitarbeiterInnen in der Betreuung von Menschen mit Behinderung steigt, doch leider sind auf dem Markt zu wenige davon vorhanden“, sagte der Rektor des Diakoniewerkes, Dr. Gerhard Gäbler. Gleichzeitig gebe es viele Jobsuchende aus anderen Branchen, die zwar verfügbar wären, doch nicht über die geeignete Fachausbildung verfügten. An diesem Punkt setze Implacement, ein Modell des AMS Oberösterreich, an.

Das Diakoniewerk bildet seit über zwei Jahrzehnten Fachkräfte für den Sozial- und Gesundheitsbereich aus, die dann in oberösterreichischen Einrichtungen eine Anstellung finden. Im Jahr 2000 startete das Projekt „Implacementstiftung“, das vom AMS Oberösterreich und dem Land Oberösterreich entwickelt wurde. In der Zwischenzeit wurden bereits 15 Stiftungsträger gegründet, die über 1500 TeilnehmerInnen in über 700 Unternehmen ausgebildet haben.

Finanziert wird die Implacement-Maßnahme im Diakoniewerk zum Großteil vom AMS und dem Land OÖ sowie den jeweiligen Einrichtungen, die Stiftungsteilnehmer ausbilden lassen wollen. Die Implacement-TeilnehmerInnen erhalten ein Stiftungsarbeitslosengeld und zusätzlich von der Einrichtung, in der sie arbeiten, ein Stipendium.

ISSN 2222-2464