ORF stellt „Medienarchiv Christentum“ online

Das neue "Medienarchiv Christentum" stellt derzeit 237 Sendungen und Beiträge zu den christlichen Religionsgemeinschaften zur Verfügung. Foto: screenshot
Das neue "Medienarchiv Christentum" stellt derzeit 237 Sendungen und Beiträge zu den christlichen Religionsgemeinschaften zur Verfügung. Foto: screenshot

Mehr als 230 Sendungen und Beiträge zu christlichen Religionen

Wien (epdÖ) – Die ORF-TVthek hat ihr Angebot erweitert: Das neue „Medienarchiv Christentum“ stellt derzeit 237 Sendungen und Beiträge zu den christlichen Religionsgemeinschaften zur Verfügung. Diese sind unter http://TVthek.ORF.at/archive dauerhaft abrufbar. Ebenso steht ab sofort das überarbeitete religion.ORF.at-Lexikon online zur Verfügung, das Hintergrundinformationen zu den großen Religionen bietet.

Für ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz bedeutet das neue Angebot „Public Value in Höchstform“. „Es ist ein wichtiger Schritt, diese Schätze der ORF-Archive der interessierten Öffentlichkeit als Medienarchiv dauerhaft zugänglich zu machen“, unterstrich Wrabetz am Dienstagabend, 10. Juni, bei der Präsentation des neuen Angebots im Rahmen des Medienempfangs von Kardinal Christoph Schönborn. Zudem würden die Beiträge „die große Vielfalt und Bandbreite christlichen Lebens in unserer Zeit“ widerspiegeln, wie Gerhard Klein, Hauptabteilungsleiter der ORF-TV-Religion, betonte. „Sie zeigen auch die Schwierigkeiten und Probleme, mit denen die christlichen Kirchen in der modernen Welt konfrontiert sind.“

Das neue Video-on-Demand-Archiv macht Reportagen, Beiträge, Dokumentationen, Diskussionssendungen und Interviews zugänglich, die Geschichte und Bedeutung des Christentums für die heutige Gesellschaft verdeutlichen. Den inhaltlichen Schwerpunkt bilden Beiträge mit Einblicken in alle in Österreich staatlich anerkannten christlichen Religionsgemeinschaften. Relevante Entwicklungen und Herausforderungen werden ebenso thematisiert wie wichtige Festtage und Aspekte des kirchlichen Alltags oder herausragende Persönlichkeiten.

Die Beiträge des „ORF-TVthek-Medienarchivs Christentum“ werden laufend ergänzt und erweitert. Sie sind außerdem mit dem neu überarbeiteten religion.ORF.at-Lexikon verknüpft, wodurch eine vertiefende Beschäftigung mit einzelnen Themen ermöglicht wird. Bereits 2011 wurde in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Wien das „ORF-TVthek-Medienarchiv Judentum“ gelauncht.

Wiens Erzbischof Christoph Schönborn dankte für die Initiative zum Medienarchiv. Damit komme der ORF seiner Aufgabe als öffentlich-rechtlicher Sender nach, gebe dem Blick auf das Leben der christlichen Kirchen „Tiefenschärfe“ und wirke der Geschichtsvergessenheit entgegen, so der Kardinal, der sich für eine „lebhafte Partnerschaft“ zwischen Religionen und Journalismus aussprach. Gerhard Klein beschrieb das angestrebte Verhältnis des Journalismus zu den Kirchen in Österreich als „kritische Distanz und respektvolle Nähe“. Ziel des Religionsjournalismus müsse es sein, „im oft so bezeichneten Supermarkt der Religionen so wie etwas wie Konsumentenschutz“ zu sein und Vielfalt abzubilden, ohne in Beliebigkeit zu verfallen. Man müsse den Spagat zwischen Vernunft und Glaube meistern sowie auch zwischen Spiritualität und Solidarität – „denn auch die Modernisierungsverlierer brauchen unsere Aufmerksamkeit“, sagte Klein.

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ISSN 2222-2464