ORF III mit Themenschwerpunkt zum Reformationstag

Ein zweites 500-Jahr-Jubiläum: 1519 trat Ulrich Zwingli sein Amt am Zürcher Großmünster an. Foto: epd/Uschmann
Ein zweites 500-Jahr-Jubiläum: 1519 trat Ulrich Zwingli sein Amt am Zürcher Großmünster an. Foto: epd/Uschmann

Bischof Chalupka in „Das ganze Interview“

Wien (epdÖ) – In einem siebenteiligen Programmschwerpunkt zum Reformationstag widmet sich der Kultursender ORF III am Donnerstag, 31. Oktober, Geschichte und Gegenwart des Protestantismus. Den Auftakt macht eine Ausgabe der Reihe „Cultus – Der Feiertag im Kirchenjahr“ (9.00 Uhr). Erneuerung, Rebellion, Reformation? Die evangelische Theologin Johanna Zeuner fragt nach, was der Reformationstag eigentlich ist und ob er etwas mit Halloween zu tun hat.

Um 15.00 Uhr zeigt ORF III eine neue Ausgabe des Gesprächsformats „Das ganze Interview“. Diesmal trifft Sandra Szabo den neuen Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich, Michael Chalupka, der seit 1. September im Amt ist.

Danach durchforstet Historiker Philipp Blom in „Dokumente, die die Welt bewegen: Die Reformation“ (15.30 Uhr) die im österreichischen Staatsarchiv aufbewahrten Dokumente und Belege für die Reformationsbewegung, die gleichsam die Geschichte der Gegenreformation erzählen.

„Martin Luther – Ein Mönch gegen Höllengeschäfte“ (16.00 Uhr) von Thomas Furch und Florian Kröppel begibt sich auf die Spuren eines Konflikts, der wie kein zweiter die europäische Geschichte und das christliche Selbstverständnis geprägt hat. Die Kritik Luthers am Ablasshandel, an den „Höllengeschäften“, weitete sich bald zu grundlegenden Reformforderungen aus, die schließlich zur Reformation führten. Die filmischen Reenactments mit modernen Requisiten holen die Handlung der Reformation in die Gegenwart.

Der Film „Österreich – Evangelisches Land“ (16.50 Uhr) von Christian Papke zeigt, dass Österreich einst ein mehrheitlich evangelisches Land war. Mehr noch: Es hätte nicht viel gefehlt und das Habsburger-Kaiserhaus selbst wäre zum lutherischen Glauben übergetreten.

Vertieft wird die Thematik in der Dokumentation „Ein anderes Land – Die Reformation in Österreich“ (17.40 Uhr) von Peter Beringer. Denn Österreich wurde nach Luthers Thesenproklamation zu großen Teilen protestantisch – bis das Land durch die Gegenreformation wieder „katholisch gemacht“ wurde. Der Film zeigt, wie und warum die Reformation in Österreich zunächst einen solchen Erfolg erzielte und dennoch scheiterte.

Um 18.30 Uhr folgt schließlich die Doku „Das evangelische Wien“. Darin begibt sich Karl Hohenlohe auf einen Rundgang an Schauplätze des Wiener Protestantismus. Er besucht u. a. Pfarrerin Ines Knoll in der Lutherischen Stadtkirche in der Dorotheergasse, dem ältesten protestantischen Kirchenbau Wiens.

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ISSN 2222-2464