OÖ: Religionsvertreter betonen Recht auf Religionsfreiheit

Christlicher Rat für das Gespräch mit den Religionen: Schweizer Votum kein konstruktiver Weg in die Zukunft

Linz (epd Ö) – Kritik am Schweizer Votum gegen den Bau von Minaretten kam auch vom Christlichen Rat für das Gespräch mit den Religionen in Oberösterreich (CRR). Das Votum sei als Ausdruck einer Gefühlslage ernst zu nehmen, aber es eröffne keinen konstruktiven Weg in die Zukunft, hieß es in einer Presseaussendung am Montagnachmittag. Die Religionsfreiheit sei ein menschliches Grundrecht, das nicht eingeschränkt werden dürfe. Ein solches Votum widerspräche in Österreich klar den Gesetzen, die das Grundrecht auf Religionsfreiheit schützen, erklärte der CRR. Dem Christlichen Rat gehören die Evangelisch-lutherische und die Evangelisch-methodistische Kirche, die Römisch-katholische Kirche, die Altkatholische Kirche und die Rumänisch-orthodoxe Kirche an. Vorsitzender ist der oberösterreichische Superintendent Gerold Lehner.

Freilich gelte für alle Religionsgemeinschaften, dass sie sich innerhalb der Gesetze des österreichischen Staates zu bewegen haben, unterstreichen die Religionsvertreter. Das gute Zusammenleben von Menschen verschiedener Kulturen und Konfessionen werde durch diese beiden Pole – einerseits das Bekenntnis zu dem pluralistischen, demokratischen Staat und seinen Gesetzen und andererseits durch die Religionsfreiheit – ermöglicht. Dieses Gleichgewicht zu stören bedeute die Entwicklungsmöglichkeiten der Gesellschaft und der Religionen zu beeinträchtigen, so der CRR.

ISSN 2222-2464