OÖ: Kirchliche Orientierungshilfe zum Bau von Moscheen

Wiener Moschee
Wiener Moschee

Neue Broschüre des „Christlichen Rats für das Gespräch mit den Religionen“ will helfen, Konflikte um Moscheebauten zu vermeiden bzw. zu lösen

Linz (epd Ö) – Der „Christliche Rat für das Gespräch mit den Religionen“ in Oberösterreich (CRR) hat eine Orientierungshilfe für den Bau von Moscheen herausgegeben. Darin heißt es, dass der Bau von Moscheen auf der Basis der freien Religionsausübung nicht einfach unterbunden werden könne. Die Moschee sei – so der CRR – ein „öffentlicher Raum“, der einen Ansatz biete, „mögliche Parallelwelten transparenter werden zu lassen“ und ins Gespräch mit den Muslimen zu kommen. Wird eine Moschee geplant, so empfiehlt der CRR, das Vorhaben in der Öffentlichkeit vorzustellen und miteinander zu diskutieren. Ängste der Bevölkerung vor Überfremdung müssten dabei wahrgenommen und im gegenseitigen Respekt gehört werden. Dem CRR gehören die Altkatholische Kirche, die Evangelisch-lutherische Kirche, die Evangelisch-methodistische Kirche, die Römisch-katholische Kirche und die Rumänisch-orthodoxe Kirche an. Am Montag, 18. Okto-ber, überreichten Vertreter des CRR die neue Broschüre an den oberösterreichischen Landeshauptmann Josef Pühringer. Der oberösterreichische Superintendent Gerold Lehner betonte dabei, dass die christlichen Kirchen die Orientierungshilfe erarbeitet hätten, um das friedliche Zusammenleben der Religionen zu fördern.

ISSN 2222-2464