Österreichs Spendengütesiegel feiert Geburtstag

Bisher über 100 Millionen Euro an Privatspenden geprüft

Wien, 11. Dezember 2002 (epd Ö) 94 sozial und humanitär tätige Hilfsorganisationen sind derzeit berechtigt, das Österreichische Spendengütesiegel zu führen. Seit der erstmaligen Verleihung des Spendengütesiegels vor einem Jahr hat sich damit die Zahl der ausgezeichneten Organisationen mehr als verdoppelt. Bereits jede fünfte Spendenorganisation lässt sich nach den Kriterien des Gütesiegels von einem unabhängigen externen Prüfer durchleuchten.

„Das Spendengütesiegel ist ein ganz wichtiges Signal an den Spender“, so der Präsident der Kammer der Wirtschaftstreuhänder (KWT), Mag. Klaus Hübner. Die KWT, die das Österreichische Spendengütesiegel nach positiver Prüfung durch einen Wirtschaftstreuhänder vergibt, ist gemeinsam mit acht renommierten Dachverbänden Träger des Systems.“

„Gut 100 Millionen Euro an Privatspenden entfallen auf die bisher ausgezeichneten 94 Organisationen, das ist jeder vierte Spenden-Euro“, zeigt sich Robert Francan von der Interessensvertretung österreichischer gemeinnütziger Vereine (IÖGV) zufrieden. Zwei Drittel der Österreicherinnen und Österreicher haben in den zurückliegenden zwölf Monaten gespendet, wie eine kürzlich von CARE Österreich präsentierte Studie über das Spendenverhalten ausweist. Auf die Frage nach den Motiven fürs Spenden antwortet die Mehrzahl, persönlich von der Wichtigkeit der Leistungen und der Arbeit der Hilfsorganisationen überzeugt zu sein.

Auf den Liste der 94 Spendenorganisationen, die das Österreichische Spendengütesiegel führen, finden sich unter anderen auch die Christoffel-Blindenmission, CSI-Österreich, die Evangelische Frauenarbeit/Aktion Brot für Hungernde, das Evangelische Hilfswerk, die Johanniter-Unfall-Hilfe, das Ökumenische Nationalkomitee für den Weltgebetstag der Frauen oder auch das Werk für Evangelisation und Gemeindeaufbau in der Evangelischen Kirche A.B.

ISSN 2222-2464