ÖRKÖ-Vorsitzender Dura fordert mehr Mut in der Ökumene

Eröffnungsgottesdient zur „Langen Nacht der Kirchen“ in Wien

Wien (epd Ö) – Für „mehr Mut und vor allem mehr Freude“ in der Ökumene plädierte der Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen, der Rumänisch-orthodoxe Bischofsvikar Nicolae Dura, beim Eröffnungsgottesdienst der diesjährigen „Langen Nacht der Kirchen“ in Wien am 28. Mai. Bei dem Gottesdienst in der rumä-nisch-orthodoxen Andreas-Kirche in Wien-Simmering, an dem auch der lutherische Bischof Michael Bünker teilnahm und den der lutherische Senior Michael Wolf, der reformierte Pfarrer Harald Kluge und die altkatholische Pfarrerin Sabine Clasani mitgestalteten, stellte Dura fest: „Die ‚Lange Nacht der Kirchen‘ ist eine Stärkung der Ökumene.“ Denn, so Dura, „das Bedürfnis nach geistlicher Nahrung ist groß“.

In seiner Predigt dankte der römisch-katholische Bischofsvikar Prälat Karl Rühringer der gastgebenden rumänisch-orthodoxen Kirche und den anderen an der „Langen Nacht“ beteiligten Kirchen Wiens „für die Geschwisterlichkeit im Gebet und für die Sorge um diese Stadt“. Im Blick auf die gegenwärtige gesellschaftliche Situation vermerkte Rühringer kritisch: „Menschen gehen aufeinander los und grenzen einander aus.“ Urchristlich sei dagegen: „Aus Fremden werden Freunde.“ Der Prediger erinnerte an das zurückliegende Pfingstfest und erklärte: „Pfingsten weitet den Horizont auf alle Völker und Sprachen aus. Niemand ist der Kirche ein Ausländer.“

ISSN 2222-2464