ÖRKÖ-Spendenprojekt für Roma-Kinder in Griechenland

Viele Roma-Kinder müssen arbeiten und können deshalb keine Schule besuchen. Foto: pixabay
Viele Roma-Kinder müssen arbeiten und können deshalb keine Schule besuchen. Foto: pixabay

Hälfte der Kinder und Jugendlichen geht nicht zur Schule

Wien-Athen (epdÖ) – Der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) unterstützt mit seinem heurigen Spendenprojekt Roma-Kinder und -Jugendliche in Griechenland. Vor allem geht es darum, den Kindern und Jugendlichen einen Schulabschluss und damit bessere Berufs- und Lebenschancen zu ermöglichen. In Griechenland leben derzeit ca. 50.000 Roma. Die Hälfte der Roma über 16 Jahre sind Analphabeten. Fast jedes zweite Kind im Schulalter geht nicht zur Schule, die meisten müssen arbeiten und so zum Familieneinkommen beitragen. Auch andere Faktoren wie Umzüge, Wohnverhältnisse, Gesundheit und Diskriminierung erschwerten die regelmäßige Teilnahme am Unterricht, wie es vonseiten des ÖRKÖ heißt.

Zwar steige die Anzahl der Schulbesuche von Kindern in den letzten Jahren stetig an, dennoch sei die Teilnahme am Bildungssystem vielfach noch nicht ausreichend, um qualifizierte Jobs auf dem Arbeitsmarkt zu bekommen. Viele Haushalte würden von den Einnahmen aus Saisonarbeit oder staatlichen Sozialleistungen abhängen, was für viele Familien ein Leben unterhalb der Armutsgrenze bedeutet. Vielfach führe dies zu einer Verschiebung auf den informellen Arbeitsmarkt ohne soziale Sicherung und finanzielle Stabilität.

ÖRKÖ unterstützt griechisch-orthodoxes Hilfsprojekt

Aus diesem Grund unterstützt der ÖRKÖ heuer ein Hilfsprojekt der griechisch-orthodoxen Kirche, die Nachhilfeunterricht für Roma anbietet, damit die Kinder und Jugendlichen ihre verpassten Unterrichtsinhalte aufarbeiten können. Ein zweiter Schwerpunkt ist die Ermöglichung des Besuchs einer Schule im Rahmen des zweiten Bildungswegs. Beratungsangebote sollen zu einem Wiederbesuch der Schule motivieren und dazu verhelfen, die alltäglichen Dinge wie Behördengänge und Abwicklung der persönlichen Bürokratie (Bank, Schule, Polizei, lokale Verwaltung) in Eigenverantwortung zu bewältigen.

Es sei geplant, die bestehenden Angebote weiter auszubauen und verstärkt die Eltern in die Aktivitäten miteinzubeziehen, da ein kontinuierlicher Schulbesuch und eine erfolgreiche Teilnahme nicht ohne deren Zustimmung und Unterstützung erreicht werden kann, so der ÖRKÖ.

Die Spendengelder, die der ÖRKÖ im heurigen Jahr sammelt, werden über die evangelische Hilfsorganisation „Brot für die Welt“ abgewickelt und nach Griechenland weiter transferiert.

Sammlung bei Ökumene-Gottesdiensten

Jedes Jahr setzt der Vorstand des ÖRKÖ ein bestimmtes Spendenprojekt auf seine Agenda. Vor allem während der zahlreichen Gottesdienste in der „Weltgebetswoche für die Einheit der Christen“ (18. bis 25. Jänner) wird dafür gesammelt. So beispielsweise auch beim zentralen ÖRKÖ-Gottesdienst am Freitag, 25. Jänner, um 18 Uhr in der evangelischen Weinbergkirche (Börnergasse 16, 1190) in Wien.

Der „Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich“ (ÖRKÖ) besteht seit 1958. Dem ÖRKÖ gehören derzeit 16 Kirchen an: „Volle Mitglieder“ sind die Altkatholische Kirche, Anglikanische Kirche, Armenisch-apostolische Kirche, Bulgarisch-Orthodoxe Kirche, Evangelische Kirche A.B., Evangelische Kirche H.B., Evangelisch-methodistische Kirche, Griechisch-Orthodoxe Kirche, Koptisch-Orthodoxe Kirche, Römisch-Katholische Kirche, Rumänisch-Orthodoxe Kirche, Russisch-Orthodoxe Kirche, Serbisch-Orthodoxe Kirche und Syrisch-Orthodoxe Kirche. Die Äthiopisch-orthodoxe Kirche und der Bund der Baptistengemeinden sind „Mitglieder mit beratender Stimme“. Eine Reihe weiterer Institutionen bzw. Organisationen besitzen Beobachterstatus.

Infos zum ÖRKÖ-Spendenprojekt unter www.oekumene.at 


Spendenkonto: Ökumenischer Rat der Kirchen in Österreich 
Raiffeisenlandesbank NÖ/Wien 
IBAN: AT87 3200 0000 0747 9157 
BIC: RLNWATWW

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ISSN 2222-2464