ÖRKÖ: Mehr syrische Flüchtlinge in Österreich aufnehmen

Der "Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich" (ÖRKÖ) appelliert an die Bundesregierung "wenigstens 1000" Syrien-Flüchtlinge aufzunehmen. Foto: Paul Sippel/pixelio.de
Der "Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich" (ÖRKÖ) appelliert an die Bundesregierung "wenigstens 1000" Syrien-Flüchtlinge aufzunehmen. Foto: Paul Sippel/pixelio.de

Gebet und Sorge gilt allen Menschen in Syrien

Wien (epdÖ) – Die christlichen Kirchen in Österreich appellieren an die Bundesregierung, deutlich mehr Syrien-Flüchtlinge aufzunehmen. Statt derzeit rund 500 Flüchtlinge, sollte Österreich die Zahl der aufzunehmenden Syrien-Flüchtlinge auf „wenigstens 1000“ erhöhen, heißt es in einer Aussendung des Vorstandes des „Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich“ (ÖRKÖ) vom 19. Jänner.

Mit einem solchen Schritt würde Österreich die „gute Tradition“ fortsetzen, „die sich etwa auch bei der Aufnahme der vietnamesischen Bootsflüchtlinge und der Kriegsflüchtlinge aus Bosnien gezeigt hat“, heißt es in der Aussendung weiter. Zugleich rief der ÖRKÖ die Regierung auf, „Maßnahmen zur raschen Integration der Flüchtlinge aus Syrien zu ergreifen“, insbesondere im Bereich der Wohnraumbeschaffung.

Den Gläubigen empfiehlt der ÖRKÖ, in besonderer Weise für die Menschen in Syrien zu beten. „In Syrien herrscht seit fast drei Jahren ein blutiger Krieg, der bisher rund 100.000 Opfer gefordert hat. Millionen von Menschen mussten ihre Heimstätten verlassen; vor allem die Kinder und Jugendlichen, denen eine menschenwürdige Zukunft vorenthalten wird, leiden furchtbar“, heißt es in der Aussendung.

In dieser Situation seien alle Christen aufgerufen, „sich im Gebet für den Frieden und eine sofortige Waffenruhe in Syrien zu vereinen, damit die so notwendige humanitäre Hilfe endlich die Notleidenden erreichen kann.“ Gebet und Sorge gelte dabei allen leidenden Menschen in Syrien, gleich welcher religiösen Zugehörigkeit, erinnerte der ÖRKÖ.

ISSN 2222-2464