ÖRKÖ begrüßt Einigung zur Sterbebegleitung

Nationalrat: Alle vier Parteien gegen aktive Strebehilfe

Wien, 19. Dezember 2001 (epd Ö) Der Vorstand des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) „begrüßt ausdrücklich die Vier-Parteien-Einigung über die Sterbebegleitung und betont, dass hier in wirklich vorbildlicher Weise auch alle Begleitmaßnahmen bedacht und für ihre Verankerung im Sozial- und Wirtschaftssystem der Republik Österreich Vorschläge gemacht worden sind“, heißt es in einer Pressemitteilung des ÖRKÖ gegenüber epd Ö.

Der Ökumenische Rat der Kirchen beschäftige sich „schon seit Jahren mit diesem Thema“, und habe „zu Beginn des Jahres 2000 eine vielbeachtete ‘Erklärung zum menschenwürdigen Sterben’ veröffentlicht“ und davor Gespräche mit den Gesundheitssprechern der vier Parlamentsparteien und dem Staatssekretär für Gesundheitswesen geführt.

Ein Vier-Parteien-Antrag, der am 13. Dezember im Nationalrat behandelt wurde, fordert die Regierung auf, einen österreichweiten Hospizplan zu erstellen und bis Anfang 2003 ein Konzept für eine „Sterbekarenz“ zu erarbeiten. Der Antrag ist Ergebnis einer parlamentarischen Enquete zum Thema „Solidarität mit unseren Sterbenden – Aspekte einer humanen Sterbebegleitung in Österreich“, die im Mai dieses Jahres abgehalten wurde.

Alle vier Parlamentsfraktionen lehnen übereinstimmend die aktive Sterbehilfe ab.

ISSN 2222-2464