Ökumenische Initiative der Kirchen

Sendungsfeier für Oberösterreichs erste Notfallseelsorger

Linz, 19. Februar 2003 (epd Ö) Mit einer Sendungsfeier in Linz haben jetzt die ersten „Notfallseelsorger“ in Oberösterreich offiziell ihren Dienst angetreten. Schon davor hatten sich die „Notfallseelsorger“ bewährt: Einige waren beim großen Hochwasser im Vorjahr im Einsatz. „Notfallseelsorger“ leisten „erste Hilfe für die Seele“ für Menschen in ganz schwierigen Lebenssituationen – sei es beim Tod eines nahen Angehörigen, bei Großunfällen oder anderen Katastrophen. Sie unterstützen damit die Arbeit der Einsatzkräfte und die örtliche Seelsorge.

Unter den ersten „Notfallseelsorgern“ in Oberösterreich sind Geistliche (drei evangelische und ein katholischer Pfarrer), eine Religionslehrerin, eine Krankenhausseelsorgerin, ein Pfarrassistent und eine Pastoralassistentin, eine Diplomkrankenschwester, ein Gendarmeriebeamter und ein Landwirt. Sie kommen in verschiedenen Bezirken des Landes zum Einsatz. Dafür wurde ihnen bei der ökumenisch gestalteten Beauftragungsfeier Einsatzrucksäcke überreicht. Sieben dieser Rucksäcke haben oberösterreichische Journalisten im Rahmen einer Veranstaltung des Oberösterreichischen Journalisten-Forums gespendet.

Bei der Sendungsfeier wurde darauf verwiesen, dass Katastrophen wie jene in Lassing, am Berg Isel oder in Kaprun die Notwendigkeit dieses Dienstes der Kirchen gezeigt hätten.

Der evangelische Superintendent Hansjörg Eichmeyer erinnerte die neuen „Notfallseelsorger“ an das Prinzip „Helfen und stärken“, das sich als „roter Faden“ durch die ganze Bibel zieht. Auch in Oberösterreich gab es die Idee der Notfallseelsorge schon länger, so der römisch-katholische Bischofsvikar Willi Vieböck. Man wollte aber keinen „Schnellschuss“ machen, sondern das Anliegen gründlich, qualifiziert und ökumenisch beginnen.

Zu den bereits tätigen „Notfallseelsorgern“ kommen bald weitere 19 Personen, die im Frühjahr mit ihrer Ausbildung beginnen.

ISSN 2222-2464