Ökumene würdigt Kardinal König und Bischof Krätzl

Staikos: Kardinal König „gehört“ der gesamten Christenheit – Horn: „leuchtende Vorbilder gelebten und glaubwürdigen Christseins“

Wien, 18. September 2002 (epd Ö) Die großen Verdienste von Kardinal Franz König und dem Wiener Weihbischof Helmut Krätzl für die Ökumene haben die Evangelische und die Orthodoxe Kirche in Österreich gewürdigt. Anlässlich des goldenen Bischofsjubiläums Königs und des silbernen Bischofsjubiläums Krätzls schreibt der griechisch-orthodoxe Metropolit von Austria, Michael Staikos, Kardinal König sei eine kirchliche Persönlichkeit, die der gesamten Christenheit „gehört“. „Dies ist keine oberflächliche Vereinnahmung, sondern eine bewusste Anerkennung und Würdigung unsererseits. Nicht selten hat er für das Christentum gesprochen, nicht selten haben wir Orthodoxe uns durch ihn ebenbürtig und würdig vertreten gefühlt“, so Staikos. Bischof Krätzl habe sich in seinem gesamten Wirken als „offener und ehrlicher Partner im Dialog“ erwiesen, „seine ökumenische Offenheit ist in Wort und Tat bekannt“, hob der Metropolit hervor.

Der Wiener evangelische Superintendent Werner Horn strich ebenfalls heraus, Kardinal König und Bischof Krätzl seien „nicht nur für ihre eigene Kirche, sondern auch für andere Kirchen und für unsere Gesellschaft leuchtende Vorbilder gelebten und glaubwürdigen Christseins“. Dass es in Österreich so gute ökumenische Beziehungen unter den Kirchen gebe, sei vor allem auch das Verdienst dieser beiden Bischöfe. Sie hätten stets den Dialog mit anderen Kirchen gesucht und diese in ihrem Kirchenverständnis geachtet.

Er sei auch dankbar für viele gemeinsame Gottesdienste und ökumenische Feiern, die er mit König und Krätzl gestalten habe können, so der Superintendent. Mit Weihbischof Krätzl verbinde ihn zudem eine jahrelange Freundschaft. Er wünsche sich, dass die Früchte des ökumenischen Bemühens der beiden Bischöfe auch in Zukunft sichtbar bleiben.

ISSN 2222-2464