Ökumene: Sozialwort der Kirchen liegt im Zeitplan

Erscheint im Herbst 2003 – Weitere Dialogveranstaltungen in Vorbereitung

Wien, 25. September 2002 (epd Ö) Im Herbst 2003 wird das ökumenische Sozialwort der 14 christlichen Kirchen in Österreich erscheinen. Das teilte nun die Steuerungsgruppe des Projektes Sozialwort mit, der die Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich, Christine Gleixner, der griechisch-orthodoxe Metropolit Michael Staikos, der Leiter der katholischen Sozialakademie Österreichs, P. Alois Riedlsperger SJ, der Direktor der evangelische Diakonie, Michael Chalupka, und der Sozialethiker em. Prof. P. Johannes Schasching SJ angehören.

Das Sozialwort werde zukunftsorientiert sein, so Gleixner: „Das Sozialwort wird ein sozialer Leitfaden werden, der wichtige gesellschaftliche Herausforderungen und Fragen bündelt, Kirchen und Gesellschaft zur Veränderung herausfordert und zur Gestaltung der Gesellschaft ermutigt“. Die bisherigen Gespräche und Stellungnahmen hätten das große Interesse an diesem ökumenischen Vorgang gezeigt, sei es in der Wirtschaft oder in der Politik. Die Erwartung an die Kirchen sei groß, dass für das beginnende 21. Jahrhundert eine Orientierung in sozialen und gesellschaftlichen Fragen gegeben wird.

Derzeit werden die Ergebnisse der eingegangenen Stellungnahmen gesichtet und für die Erstellung des Sozialwortes ausgewertet. Begleitend zur Texterstellung sind bis Herbst 2003 weitere Dialoge vorgesehen. Größere Veranstaltungen zu den Themen „Ländlicher und städtischer Raum“, „Jugend“ und „EU-Erweiterung“ sind in Planung. Damit werden die Gespräche, die bereits mit politischen Parteien, Interessenvertretungen u.a. stattgefunden haben, fortgesetzt.

Kennzeichnend für das Projekt Sozialwort sei eine „prozesshafte“ Vorgangsweise mit einer weit reichenden Beteiligung von Menschen und Gruppen aus Politik, Gesellschaft und Kirchen, heißt es im Kommunique der Steuerungsgruppe. Das ökumenische „Sozialwort“ selber werde nicht Ende dieses Prozesses, sondern Teil davon sein. Dabei sei es weltweit das erste Mal, dass christliche Kirchen östlicher und westlicher Tradition an einer gemeinsamen Stellungnahme zu den sozialen und gesellschaftlichen Herausforderungen arbeiten, so Gleixner.

ISSN 2222-2464