Oberkirchenrat Robert Kauer feierte 70. Geburtstag

Jazz, Kabarett und Festreden

Wien (epd Ö) – „Wo Robert Kauer ist, da wird es spannend“, sagte Dr. Erhard Busek, Sonderkoordinator für Ost- und Südostmitteleuropa der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) bei der Feier anlässlich des 70. Geburtstages von Oberkirchenrat MMag. Robert Kauer am Montag, 12. September, im Wiener Jazzland. Kauer zeichne enorme Konfliktfähigkeit aus: „Wenn andere nicht mitgemacht haben, dann hat er es allein gemacht.“ Und das sei mit einer ungeheuren Produktivität geschehen. „Ich freue mich“, so Busek, der auch Trauzeuge des Ehepaars Kauer ist, „dass wir ein Stück Weg gemeinsam gegangen sind.“

„Der Umbau des Kirchenamtes ist zum Großteil der Aktivität und Tatkraft von Robert Kauer zu verdanken“, sagte Bischof Mag. Herwig Sturm in seiner Laudatio. Hier habe sich auch die Qualität Kauers als Bauherr gezeigt. Kauer sei „immer wieder gut für kühne Ideen, wie etwa den Pfarrgemeinden das Briefpapier mit dem Logo der Evangelischen Kirche subventioniert zur Verfügung zu stellen oder zum Reformationsempfang den deutschen Altbundespräsidenten Dr. Roman Herzog oder Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel einzuladen.

Ministerialrat Prof. Dr. Karl Schwarz, der Nachfolger Kauers im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, dankte dem Oberkirchenrat in seiner Laudatio „für seine wirkungsvolle Tätigkeit im Ministerium von 1994 bis 1997“. Hier habe Kauer eine „schmerzliche Lücke“ hinterlassen, als er in den Ruhestand ging. Beamtenrechtlich heiße „in Ruhestand gehen“ quieszieren. Schwarz: „Das Verb quiescere bedeutet schweigen, sich ruhig verhalten.“

In einer kabarettistischen Vorführung zu später Stunde sangen Oberkirchenrätin Dr. Hannelore Reiner, Oberkirchenrat Dr. Michael Bünker und Landessuperintendent i.R. Hofrat Mag. Peter Karner vom „Oberkirchenrat, wie er im Buche steht, der immer uns bewahrt vor allem Schlechten.“

Der Name der Lokalität hielt sein Versprechen: Geboten wurde „Jazz vom Feinsten“, wie es auf der Einladung hieß, und sogar der Jubilar war (endlich einmal) mit dem Fest zufrieden, wie er gegenüber epd Ö betonte.

ISSN 2222-2464