Oberkirchenrat Köglberger ruft zur Trendumkehr auf

Vor der Synode berichtete der Oberkirchenrat über die wirtschaftliche Lage der Evangelischen Kirche

Wien (epd Ö) – Zur Trendumkehr hat der wirtschaftliche Oberkirchenrat Klaus Köglberger aufgerufen. In seinem Bericht über die wirtschaftliche Lage der Evangelischen Kirche A.B. sprach Köglberger vor der in Wien tagenden Synode A.B. zwar von Mehrerträgen von insgesamt 704.000 Euro und Einsparungen von mehr als 1,5 Millionen Euro im Jahr 2009 gegenüber der Planung, aber auch von einem für das Jahr 2010 geplanten Fehlbetrag von 302.000 Euro. Zur Zahlungsfähigkeit der Kirche erklärte der Wirtschaftsfachmann: „Die Cash Flows sind durchwegs positiv. Aber wir müssen aufpassen, dass sie positiv bleiben.“

 

Zur Entwicklung des Kirchenbeitrags berichtete Köglberger, dass im Jahr 2009 der Gesamtdurchschnitt pro Kopf mit 98,85 Euro „noch unter der 100-Euro-Marke“ liege. Das Gesamtaufkommen im Jahr 2010 werde nach Schätzungen um 0,6 Prozent unter dem Vorjahr liegen. Ziel für 2011 sei eine Steigerung von 1,6 Prozent, die allerdings auch unter der Inflationsrate liegen werde.

 

Köglberger erklärte: „Gerade weil ich weiß, dass all die Zahlen nur Indikatoren – wie ein Fieberthermometer – sind, weil ich weiß, dass es eigentlich um das Inhaltliche, die Seelsorge, die Verkündigung, die Evangelisation, die diakonische Arbeit usw. geht, braucht es Mut zur Trendumkehr.“ Der Oberkirchenrat forderte die SynodalInnen auf: „Setzen wir dem Mitgliederschwund das Ziel entgegen, dass bis zum Reformations-Jubiläumsjahr 2017 der Trend wieder klar hinaufgeht.“

 

ISSN 2222-2464