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Oberkirchenrätin Reiner gegen Forderung nach Gegenseitigkeit beim Bau von Moscheen und Kirchen

Wien (epd Ö) – Gegen die Forderung nach Gegenseitigkeit bei der Erlaubnis zum Bau von Moscheen bzw. Kirchen in muslimisch oder christlich geprägten Ländern hat sich die lutherische Oberkirchenrätin Dr. Hannelore Reiner ausgesprochen.

In ihrer Predigt im ökumenischen Gottesdienst anlässlich des Abschlusses des Lehrgangs Ökumene 2006/2007 der Kardinal König Akademie am 21. September im Kardinal-König-Haus in Wien nannte Oberkirchenrätin Dr. Hannelore Reiner als Beispiel für das Hören auf Jesu Wort die „Goldene Regel“ aus der Bergpredigt: „Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch.“ Wer dies „in Hirn und Herz“ parat habe, so die Oberkirchenrätin, „der kann nicht mehr den Satz andersherum anwenden, wie es momentan mancherorts geschieht, wenn gemeint ist: Erst wenn in einem muslimischen Land eine Kirche gebaut werden darf, dann erlauben wir auch hier bei uns eine Moschee.“

 

Lob für meditative Möglichkeiten in Sibiu/Hermannstadt

 

In einem Rückblick auf die 3. Europäische Ökumenische Versammlung in Sibiu/Hermannstadt bezeichnete Reiner das gemeinsame Hören auf Jesus und das gemeinsame Handeln im Namen Jesu als „Sternstunden der Ökumene“. „Die gab es in Hermannstadt, die hat es hoffentlich auch in Ihrem Lehrgang gegeben“, wandte sich die Oberkirchenrätin an die 14 AbsolventInnen des Lehrgangs Ökumene. Wohltuend sei die Stille bei den Abend- und Nachtgebeten in Hermannstadts Kirchen gewesen.

ISSN 2222-2464