Oberkirchenrätin Hannelore Reiner 60

Krömer: Durch vielfältige Erfahrungen für den Personalbereich prädestiniert

Herzogenburg, (epd Ö) – Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der gesamtösterreichischen PfarrerInnentagung waren am Dienstagabend, 31. August, zu Gast im Augustiner-Chorherrenstift Herzogenburg. Nach einem Orgelkonzert an der bekannten Barockorgel, einer Andacht, die Probst Maximilian Fürnsinn gestaltete, und einer Führung durch das Stift wurde – für die Jubilarin überraschend – der besondere Geburtstag von Oberkirchenrätin Hannelore Reiner offiziell begangen. Die Personalreferentin der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich hatte an diesem Tag ihren 60. Geburtstag gefeiert.

 

Die Glück- und Segenswünsche der Evangelischen Kirchen überbrachte Synodenpräsident Peter Krömer. In seiner Laudatio würdigte Krömer den Lebensweg Reiners von der Gemeindeschwester zur Oberkirchenrätin. Ihre vielfältigen Erfahrungen hätten sie gerade für den Personalbereich prädestiniert, so der Synodenpräsident. In Zeiten der knapper werdenden finanziellen Mittel sei Reiner „in besonderer Weise um den Ausgleich zwischen den Pfarrgemeinden und geistlichen Amtsträgerinnen und Amtsträgern, vor allem aber auch die geistliche Versorgung der Pfarrgemeinden“ bemüht. Krömer: „Frau Oberkirchenrätin Reiner geht es in ihrer Amtsführung für mich sichtbar darum, dass die Kirche in allen Stücken zu dem hin wächst, der das Haupt ist, Christus.“ Hannelore Reiner dankte für die zahlreichen Gratulationen und erklärte, sie sei dankbar, in der Evangelischen Kirche „zu sich und zu Gott gefunden zu haben“ und in ihr wirken zu dürfen.

 

Hannelore Reiner wuchs in Attersee (OÖ) auf, ihre Eltern waren Küster der Pfarrgemeinde. Nach Besuch der Missionsschule in Salzburg war Reiner als Gemeindeschwester und Religionslehrerin in Kärnten tätig. 1975 legte sie die Externistenmatura ab und studierte Theologie, 1986 erfolgte die Promotion. Ihre Dissertation beschrieb den Wandel im Amt der Gemeindeschwester. 1990 übernahm Reiner die Pfarrstelle in Timelkam und wurde zur Seniorin gewählt. 1999 wählte sie schließlich die Synode zur geistlichen Oberkirchenrätin mit dem Schwerpunkt Personalreferat. Reiner gehörte über viele Jahre auch dem Zentralausschuss der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) an, als dienstälteste Oberkirchenrätin vertritt sie im Verhinderungsfall den Bischof. Reiner ist seit 1978 mit dem Arzt Dr. Franz Reiner verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

ISSN 2222-2464