NÖ: Superintendent Paul Weiland in sein Amt eingeführt

"Führe dein Amt in Liebe und Treue": Bischof Bünker führt Superintendent Weiland (re.) in sein Amt ein.
"Führe dein Amt in Liebe und Treue": Bischof Bünker führt Superintendent Weiland (re.) in sein Amt ein.

Weiland: Glaube ruft aus dem Alltag

Wiener Neustadt (epd Ö) – Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Evangelischen Kirche in Wiener Neustadt ist am Samstag, 16. Oktober, der niederösterreichische Superintendent Paul Weiland durch Bischof Michael Bünker in sein Amt eingeführt worden. Bereits im April hatten die Delegierten der niederösterreichischen evangelischen Pfarrgemeinden den Superintendenten nach Ablauf der ersten, zwölfjährigen Amtsperiode mit überwältigender Mehrheit in seinem Leitungsamt bestätigt.

 

„Christsein ist keine philosophische Übung, sondern eine Beziehungsreligion, zwischen Gott, den Menschen und der Schöpfung“, unterstrich der Superintendent in seiner Predigt. Glaube rufe heraus aus dem Alltag. Gegen die „einlinige Perspektive des Lebens“ setze der Glaube die Perspektive „auf das Leben hin, das sich öffnet hin zu Gott und den Menschen“. Die Arbeit und der Einsatz für den Menschen „kommt nie zu Ende, und trotzdem ist Pfarrer der Traumberuf für mich“, so der Superintendent rückblickend über seine Amtszeit. Es sei „schön, für jemanden zu arbeiten, der befreit und einen wieder aufrecht gehen lässt, der Zukunft eröffnet und dabei die Niedergeschlagenen nicht übersieht“.

 

„Führe dein Amt in Liebe und Treue, allzeit getragen von Gottes Zuspruch“, sagte Bischof Michael Bünker zu dem Superintendenten. Diesem Leitungsamt komme die Aufgabe zu, „über Grenzen hinaus“ auf Einheit zu achten. Gleichzeitig brauche ein Superintendent auch die Kraft, Schwierigkeiten nicht aus dem Weg zu gehen. „Scheue dich weiterhin nicht, heiße Eisen aufzugreifen“, so der Bischof.

 

Superintendentialkuratorin Erna Moder konnte zu der Amtseinführung, die am Ende der Tagung der Superintendentialversammlung stand, auch zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter des politischen Lebens und der Ökumene begrüßen, darunter etwa den Heiligenkreuzer Abt Gregor Henckel-Donnersmarck und den Mariazeller Pater Superior Karl Schauer.

 

Die Liturgie des Gottesdienstes gestalteten Wolfgang Salzer und Angelika Petritsch, als AssistentInnen wirkten Erna Moder, Birgit Schiller, Veronika Komuczky, Otto Kramer und Karl-Jürgen Romanowski. Für den musikalischen Rahmen sorgten Sybille von Both an der Orgel sowie der Gospelchor Ternitz und der Chor Neunkirchen.

 

Mag. Paul Weiland ist seit 1.9.1998 Superintendent der evangelischen Diözese Niederösterreich. Heute leben in Niederösterreich rund 45.000 Evangelische in 28 Pfarrgemeinden. In der evangelischen Kirche ist die Amtszeit für alle Ämter, darunter auch das des Superintendenten/der Superintendentin und des Bischofs/der Bischöfin, mit 12 Jahren begrenzt. Nach Ablauf der Amtszeit können sich die AmtsinhaberInnen erneut einer Wahl stellen. Für die gültige Wahl ist eine Zweidrittelmehrheit erforderlich.

ISSN 2222-2464