NÖ: Politik und Kirchen betonen Miteinander

Zusammentreffen im niederösterreichischen Landhaus, im Bild von links nach rechts: Der Abt des Stiftes Melk Georg Wilfinger, Superintendent Lars Müller-Marienburg, der römisch-katholische St. Pöltner Diözesanbischof Alois Schwarz, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Synodenpräsident Peter Krömer und der römisch-katholische Militärbischof Werner Freistetter. Foto: NLK/Pfeiffer
Zusammentreffen im niederösterreichischen Landhaus, im Bild von links nach rechts: Der Abt des Stiftes Melk Georg Wilfinger, Superintendent Lars Müller-Marienburg, der römisch-katholische St. Pöltner Diözesanbischof Alois Schwarz, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Synodenpräsident Peter Krömer und der römisch-katholische Militärbischof Werner Freistetter. Foto: NLK/Pfeiffer

Landeshauptfrau Mikl-Leitner lud zum „Ökumenischen Mittagessen“

St. Pölten (epdÖ) – Das Miteinander und die gemeinsame Verantwortung für Menschen prägte das traditionelle „ökumenische Mittagessen“, zu dem die niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen am Dienstag, 7. Mai, geladen hatte.

Das Treffen sei eine „wunderschöne Tradition, mit der wir Danke sagen wollen für das Miteinander zwischen Land Niederösterreich und den Kirchen“, so die Landeshauptfrau im Milleniumssaal des NÖ Landhauses in St. Pölten. Dieses Miteinander zeige sich etwa in der Zusammenarbeit bei vielen Denkmalschutzprojekten: „Hier geht es um Kulturgut, das wir für die kommenden Generationen erhalten wollen.“

Die Landeshauptfrau erinnerte auch an Fall des Eisernen Vorhanges vor 30 Jahren. Seitdem habe sich Niederösterreich „unglaublich positiv“ entwickelt,  „ein Fenster ist für uns aufgegangen“. Es sei wichtig, „die Geschichte wach zu halten“ und daraus auch die Schlüsse für die Gegenwart zu ziehen, indem „wir das Miteinander vor das Gegeneinander, das Gemeinsame vor das Trennende stellen“, betonte Mikl-Leitner.

Die Rede von den christlichen Werten dürfe „kein bloßes Lippenbekenntnis“ sein, sagte der römisch-katholische Diözesanbischof Alois Schwarz im Rahmen der Begegnung. „Das Kreuz hat im öffentlichen Raum in Niederösterreich seinen gesicherten Platz.“ Den spirituellen Hintergrund dafür pflegten die Kirchen und Stifte im Bundesland, so der Bischof. Und Mikl-Leitner meinte: „Das Kreuz ist ein Zeichen für alle, denn es macht aus dem Minus im Leben ein Plus“. Politik wie Kirchen versuchten „Orientierung und Leitlinien“ zu geben.

Kirchen und Politik dienten in ihrer je eigenen Weise den Menschen im Land, erklärte der evangelische Superintendent Lars Müller-Marienburg beim ökumenischen Treffen. Dienst an Gott gebe es nie ohne Dienst am Menschen. Im Mittelpunkt stehe dabei die „Berufung für das Ganze“ gemäß dem biblischen Auftrag „Suchet der Stadt Bestes“. „Wir nehmen das ernst“, bekräftigte der Superintendent, auch wenn wir in Niederösterreich nur eine Minderheit von drei Prozent sind“.

Der Einladung ins Landhaus folgten die Spitzen der Kirchen sowie zahlreiche Äbte der niederösterreichischen Stifte und Klöster. Seitens der evangelischen Kirche waren neben Superintendent Lars Müller-Marienburg auch Superintendentialkuratorin Gisela Malekpour, Synodenpräsident Peter Krömer und Senior Karl-Jürgen Romanowski zum Treffen gekommen.

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ISSN 2222-2464