Neuer Vorsitzender der „Konferenz Europäischer Kirchen“

Metropolit Emmanuel mit dem Württemberger Bischof July und Landessuperintendent Hennefeld (v.l.)
Metropolit Emmanuel mit dem Württemberger Bischof July und Landessuperintendent Hennefeld (v.l.)

Zentralausschuss in Genf wählte den Pariser orthodoxen Metropoliten Emmanuel Adamakis

Genf (epd Ö) – Der Pariser orthodoxe Metropolit Emmanuel (Adamakis), Repräsentant des Ökumenischen Patriarchats bei der EU, ist neuer Präsident der „Konferenz Europäischer Kirchen“ (KEK). Zu Vizepräsidenten wählten die Mitglieder des in Genf tagenden Zentralausschusses die stellvertretende Kirchenpräsidentin der deutschen Evangelischen Kirche Hessen-Nassau, Cordelia Kopsch, und den anglikanischen Bischof Christopher Hill.

Adamakis stammt aus Kreta und ist seit 2003 Bischof. Er ist zugleich Vorsitzender der orthodoxen Bischofskonferenz in Frankreich und Co-Präsident der Weltkonferenz der Religionen für den Frieden. Als zentrale Aufgabe bezeichnete er es, West- und Osteuropa näher zusammenzuführen und das Engagement der orthodoxen Kirchen in der KEK zu stärken. Insbesondere müsse die Russisch-orthodoxe Kirche wieder in die Konferenz integriert werden. Diese hatte ihre Mitgliedschaft im Oktober 2008 suspendiert, weil die Estnische orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats nicht in die KEK aufgenommen worden war. Dem Zentralausschuss der KEK gehört auch der Landessuperintendent der Evangelisch-reformierten Kirche in Österreich, Thomas Hennefeld, an. Er würdigte Adamakis im Gespräch mit epd Ö als „erfahrenen Brückenbauer“, der sich auch im interreligiösen Dialog engagiert habe.

Die KEK ist ein europäischer Zusammenschluss von 126 protestantischen, orthodoxen, anglikanischen und altkatholischen Kirchen. Auch Pfingstkirchen sind vertreten. Die KEK wurde 1959 gegründet und hat ihren Sitz in Genf; in Brüssel und Straßburg unterhält sie Büros. Die katholische Kirche ist nicht Mitglied der KEK, kooperiert aber auf verschiedenen Ebenen mit ihr, etwa über den „Rat der Europäischen Bischofskonferenzen“ (CCEE) oder die „Kommission der Bischofskonferenzen des EU-Raumes“ (ComECE).

ISSN 2222-2464