Neuer Superintendent Lehner: Miteinander ermöglichen

„Kirche ist nicht für sich selber da“ – „Brauchen neue Vision von Kirche“

Wels, 17. September 2005 (epd Ö) – Der neue oberösterreichische Superintendent Dr. Gerold Lehner will ein „spannungsvolles Miteinander“ ermöglichen. Das Superintendentenamt sei ein Amt der Einheit, betonte Lehner vor den Delegierten der Superintendentialversammlung am Samstag, 17. September, in Wels und verwehrte sich gegen falsch verstandene christliche Harmonie. Es sei fatal, wenn Kirche in einzelne Gruppen auseinander drifte. Lehner: „Die Gruppen brauchen einander in ihrem Reichtum und ihren Schwächen.“

Der derzeitige Rektor des Predigerseminars in Wien und gebürtige Welser plädierte für eine neue Vision von Kirche. „Wir brauchen ein Bild der Herausforderung und Hoffnung, etwas, das groß genug ist, um dafür zu leben und zu sterben.“ Kirche, für Lehner ein „Platzhalter des Reiches Gottes“, sei nicht für sich selber da, „sondern um Gottes und der Menschen willen“.

ISSN 2222-2464