Neue Mitglieder des Oberkirchenrates in ihr Amt eingeführt

Sturm: „Nicht in der Kurzatmigkeit des Tagesgeschäfts steckenbleiben“

Wien (epd Ö) – Die neu gewählten weltlichen Mitglieder des Evangelischen Oberkirchenrates A.B. und ihre Stellvertreter sind am Samstag, 2. Dezember, in einem festlichen Gottesdienst in der Lutherischen Stadtkirche in Wien in ihr Amt eingeführt worden. Wenn sich Menschen in ein Leitungsamt wählen lassen, sei dies auch ein Zeichen dafür, „dass sie nicht loskommen von der Botschaft“, betonte Bischof Mag. Herwig Sturm, der die Amtseinführung gemeinsam mit dem Präsidenten der Synode A.B., RA Dr. Peter Krömer, vornahm. Es brauche Menschen, die „wissen, was kommt und wo sie hingehören, die den rechten Weg suchen und mit ihren Schwestern und Brüdern besprechen, wo der liegt“, so der Bischof in seiner Predigt. Von der Kirchenleitung wünscht sich Sturm, „dass sie trotz aller Arbeit nicht in der Kurzatmigkeit des Tagesgeschäfts steckenbleibt“. Dankbar zeigte sich Sturm, dass es „Menschen gibt, die bereit sind, in ihrer Position Verantwortung zu übernehmen“. Am Vorabend des ersten Adventsonntags rief der Bischof dazu auf, „aus der Gottesvergessenheit herauszutreten und um Gottes Nähe zu bitten“.

Dass die weltlichen Mitglieder des Oberkirchenrates im jeweiligen Bereich den geistlichen gleichgestellt sind, unterstrich Synodenpräsident Krömer. Dies entspreche dem allgemeinen Priestertum aller Gläubigen. Krömer dankte den neuen Mitgliedern, „dass sie bereit sind, den schweren Dienst der Kirchenleitung für uns zu übernehmen“.

Die lutherische Synode hatte im Mai die weltlichen Mitglieder des Oberkirchenrates für die neue Funktionsperiode gewählt. In ihr Amt eingeführt wurden am Samstag Landeskurator HR Dr. Horst Lattinger, seine Stellvertreterin Gerhild Herrgesell, die als erste Frau in einem weltlichen Amt in den Oberkirchenrat einzieht, der juristische Oberkirchenrat SC i.R. Hon.-Prof. Dr. Raoul Kneucker, sein Stellvertreter DDr. Erwin Schranz und der stellvertretende wirtschaftliche Oberkirchenrat Mag. Klaus Köglberger.

ISSN 2222-2464