Monika Salzer mobilisiert „Omas gegen Rechts“

Will Frauen in ihrem Alter zum politischen Engagement bewegen: die 69-jährige pensionierte evangelische Pfarrerin Monika Salzer. Foto: Screenshot/ORF
Will Frauen in ihrem Alter zum politischen Engagement bewegen: die 69-jährige pensionierte evangelische Pfarrerin Monika Salzer. Foto: Screenshot/ORF

Starker Zulauf für politische Initiative

Wien (epdÖ) – Großes mediales Aufsehen erregte in den letzten Tagen die von Monika Salzer gegründete Initiative „Omas gegen Rechts“. Bei einer Demonstration gegen die neue Bundesregierung am Samstag, 13. Jänner, stachen die älteren Frauen durch Sprechchöre und markante Strickhauben hervor. Salzer, Psychotherapeutin und evangelische Pfarrerin im Ruhestand, will Frauen in ihrem Alter motivieren, politisch wieder aktiv zu werden.

Im Interview mit der ORF-Sendung „Thema“ vom Montag, 15. Jänner, schilderte die 69-Jährige ihre Beweggründe: „Junge Menschen werden oft auf Grund ihrer Jugend nicht respektiert, obwohl sie genauso gescheit sein können wie ältere Leute. Ich bin ein Fan der Jugend. Ich glaube, unser Herz schlägt nur richtig, wenn wir auf der Seite der Jugend stehen. Es gibt keine andere Seite.“ Die dreifache Mutter Salzer bezieht sich dabei auf die Sorge vieler ihrer Mitstreiterinnen, dass ihre Kinder und Enkelkinder in einer gespaltenen Gesellschaft leben müssen, die sie in einer rechten Politik begründet sieht: „Wir haben sehr viel Lebensweisheit im Laufe der Jahrzehnte angesammelt und wir sind noch kräftig. Wir können noch gehen, wir können noch rufen, können neben der Unterstützung unserer Kinder eine öffentliche Stimme sein.“ Großen Zulauf hat Salzers Initiative auch auf Facebook. Die Gruppe „Omas gegen Rechts“, über die sich die Aktivistinnen organisieren, hat mittlerweile weit über tausend Mitglieder.

Die Sendung über Salzers „Omas von Rechts“ kann bis 22. Jänner in der ORF-TV-Thek abgerufen werden.

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ISSN 2222-2464