Mohammed-Karikaturen: Islamische Glaubensgemeinschaft gegen Gewalt

Muslime in Österreich befürchten weiteren Imageschaden

Wien (epd Ö) – Die Islamische Glaubensgemeinschaft hat nach dem Anschlag auf die österreichische Botschaft in Teheran erneut jegliche Gewaltanwendung verurteilt sowie zu Mäßigung und Besonnenheit aufgerufen. Muslime in Österreich seien tief besorgt über ständig neue Höhepunkte der Eskalation nach der Veröffentlichung der Karikaturen des Propheten Mohammed in westlichen Medien, hieß es in einer Aussendung von Carla Amina Baghajati, Medienreferentin der Glaubensgemeinschaft, vom 7. Februar.

Muslime in Österreich befürchten demnach außerdem einen weiteren Imageschaden des Islam mit direkten Auswirkungen auf sie selbst. Ein allgemeiner Appell an die Vernunft sei nötig. Derartige Konflikte könnten in vielerlei Hinsicht für Interessen missbraucht werden. Diese Instrumentalisierung könnte aber Gräben vertiefen und ein Ende der Gewalt erschweren, so Baghajati.

Österreich habe einen guten Ruf in der islamischen Welt. Auch die Islamische Glaubensgemeinschaft bemühe sich um Deeskalation: Sie richtet einen Appell zu Besonnenheit an die Botschaften islamischer Staaten und die dortige Presse.

ISSN 2222-2464