MitarbeiterInnen nahmen Abschied von Paul Weiland

Seniorin Birgit Schiller sowie die Senioren Karl-Jürgen Romanowski und Christian Brost gestalteten den Abschiedsgottesdienst für Superintendent Paul Weiland in St. Pölten. (Foto: epdÖ/T.Dasek)
Seniorin Birgit Schiller sowie die Senioren Karl-Jürgen Romanowski und Christian Brost gestalteten den Abschiedsgottesdienst für Superintendent Paul Weiland in St. Pölten. (Foto: epdÖ/T.Dasek)

Gedenkgottesdienst für verstorbenen Superintendenten in St. Pölten

St. Pölten (epdÖ) – In einem Gedenkgottesdienst haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der niederösterreichischen evangelischen Pfarrgemeinden am Freitag, 11. September, von Superintendent Paul Weiland Abschied genommen, der am 16. August plötzlich verstorben war. Senior Christian Brost, der in dem Gottesdienst gemeinsam mit Seniorin Birgit Schiller predigte, würdigte den verstorbenen Superintendenten als „Brückenbauer“. Weiland habe Brücken gebaut zwischen Menschen mit unterschiedlichen Charakteren und Lebensgeschichten,“zwischen den Stillen und denen, die ihr Herz auf der Zunge tragen, zwischen uns PfarrerInnen mit unseren verschiedenen Frömmigkeitsstilen“. Dabei habe Weiland die Belastbarkeit des Einzelnen gekannt und mitgeholfen, „Vorurteile lebensmäßig abzubauen und im Anderen den Bruder/die Schwester zu sehen, der/die genau wie wir selber unter dem Segen Gottes stehen“.

Das Bild „vom lieben Gott auf seiner Wolke“ hält nicht angesichts des Todes, der so plötzlich kommt, alle Planungen nichtig macht, „alle Selbstverständlichkeiten vorbei, alle bequeme Gewohnheit zerstört“, sagte Pfarrerin Schiller. Paul Weiland habe einem Gott vertraut, der „nicht leicht zu vertreten ist gegenüber der Welt, der sich salbungsvollen Worten entzieht, einer, der Wege führt, die wir nicht gehen wollen“. Jede Beerdigung sei ein „Widerspruch gegen den Tod. Weil Gottes Gedanke für uns Leben ist“, so die Horner Pfarrerin und Seniorin. Dieses Leben halte, „wenn alles durcheinandergerät, wenn Sicherheiten und Gewissheiten aufhören“. Schiller: „Wo unsere Gedanken keinen Ausweg, keine Hoffnung mehr denken können, ist Gottes Gedanke schon für uns da.“

Der Gottesdienst sei ein Zeichen für „Kontinuität, Wandel, Abschied und Neubeginn“, meinte Senior Karl-Jürgen Romanowski und dankte für die erfahrene Solidarität und Hilfe aus den Pfarrgemeinden, „ein Zeichen der Gemeinschaft in der Diözese“. Eigentlich hätte an diesem Tag der traditionelle Herbstempfang für MitarbeiterInnen stattfinden sollen, den Paul Weiland initiiert hatte. Der Superintendentialausschuss hatte sich entschlossen, an diesem Tag nun zum Gedenkgottesdienst in die evangelische Kirche in St. Pölten einzuladen, um jenen, die bei der Beerdigung nicht dabei sein konnten, die Möglichkeit zu geben, Abschied zu nehmen.

ISSN 2222-2464