Ministerialrat Schwarz lobt Islam-Orientierungshilfe

Schwarz: In Österreich wurden Brücken zum Islam schon sehr früh geschlagen. Foto: epd/Uschmann
Schwarz: In Österreich wurden Brücken zum Islam schon sehr früh geschlagen. Foto: epd/Uschmann

Religiöse Landschaft hat sich verändert – Pluralismus verdrängt bipolare Szene

Wien (epdÖ) – Die Orientierungshilfe „Evangelische Christen und Muslime“, die von der Generalsynode im vergangenen Herbst verabschiedet und nun als Buch vorgestellt wurde, hat der Ministerialrat im Kultusamt, Karl Schwarz, in seinem Grußwort an die Generalsynode am Samstag, 16. Juni, in Wien gewürdigt. Mit diesem Dokument habe die Evangelische Kirche in Hinblick auf den Islam „eine beachtliche Rolle“ gespielt. Schwarz: „Es ist mir persönlich ein besonderes Anliegen, hier an dieser Stelle auch einen besonderen Dank für diese Leistung auszusprechen.“

Die Republik Österreich sei stolz darauf, in ihren Grenzen eine Vielzahl an Kirchen und Religionsgesellschaften aufzuweisen, die in einem konstruktiven Miteinander stehen. Schwarz erinnerte in diesem Zusammenhang an das 100-Jahr-Jubiläum des Islamgesetzes. Österreich werde vielfach darum beneidet, dass hier die Brücken zur Islamischen Glaubensgemeinschaft schon früh geschlagen wurden. „Liegt in dieser Geschichte von Bosnien und der Herzegowina das Geheimnis, dass der Islam gleichsam austrifiziert werden konnte?“, fragte der Kirchenrechtler. Natürlich bliebe auch Österreich von Integrationsproblemen nicht verschont und kämpfe mit den komplexen Folgen einer Parallelgesellschaft, aber: „Im Unterschied zu anderen Ländern dominiert in Österreich der religiöse Friede.“

ISSN 2222-2464