„Mehr Ressourcen für benachteiligte Schulstandorte“

"Wichtig wäre auch, Schulen in sozial benachteiligten Bezirken besonders gut auszustatten, damit sie keine Schüler zurücklassen und für alle Einkommensschichten at-traktiv bleiben", schlägt Martin Schenk von der Diakonie vor. (Foto: Wikipedia/KMJ)
„Wichtig wäre auch, Schulen in sozial benachteiligten Bezirken besonders gut auszustatten, damit sie keine Schüler zurücklassen und für alle Einkommensschichten at-traktiv bleiben“, schlägt Martin Schenk von der Diakonie vor. (Foto: Wikipedia/KMJ)

Diakonie: Aufruf zu rascher Hilfe anlässlich des Schulbeginns

ien (epdÖ) – „Ein guter Start am Schulanfang wird sich für viele Kinder heuer nicht ausgehen“, warnt der Sozialexperte der Diakonie Österreich, Martin Schenk. 408.000 Kinder und Jugendliche gelten als armuts- oder ausgrenzungsge-fährdet. Je früher, je schutzloser und je länger Kinder der Armutssituation ausgesetzt sind, desto stärker seien die Auswirkungen, weist Schenk auf schlechte Startbedingungen für viele Kinder am Schulanfang hin.

„Zunehmend klagen Eltern über die oft nicht mehr leistbaren Beiträge, die ihnen zu Schulbe-ginn abverlangt werden. Ein einfaches Startpaket für einen Schulanfänger, bestehend aus Schultasche, Sportbeutel, Heften, verschiedenen Stiften, Handarbeitskoffer, Malfarben, kos-tet 100 bis 300 Euro“. Dazu kommen noch je nach Schulstufe und Schultyp Beiträge wie Kopierkosten, Milchgeld, Abos für Jugendliteratur, Projekt- und Wandertage, Elternvereins-beiträge und vieles mehr.

„Damit Zukunft nicht von der Herkunft abhängt, braucht es Hilfestellungen am Schulstart genauso wie einen Bildungsweg, der nicht sozial selektiert, sondern individuell fördert,“ fordert Sozialexperte Schenk in einer Aussendung der Diakonie anlässlich des Schulbeginns in Ostösterreich. „Wichtig wäre auch, Schulen in sozial benachteiligten Bezirken besonders gut auszustatten, damit sie keine Schüler zurücklassen und für alle Einkommensschichten at-traktiv bleiben“, schlägt Schenk ein Modell „kompensatorischer Ressourcenzuteilung“ vor.

Zur Akuthilfe für Kinder, deren Eltern sich den Schulstart nicht leisten können, hat die Stadt-diakonie Wien ein Spendenkonto eingerichtet. „Alle Schülerinnen und Schüler sollen gleiche Chancen und Möglichkeiten haben“, betont Jitka Zimmermann, Geschäftsführerin der Stadt-diakonie Wien, und bittet um Spenden.

Stadtdiakonie Wien „Aktion Schulanfang“
IBAN: AT13 3200 0002 0747 7417, BIC: RLNWATWW

ISSN 2222-2464