Maurizio Bettini eröffnet Toleranzforum in Fresach

Bereits zum fünften Mal finden heuer die Europäischen Toleranzgespräche in Fresach statt. Foto: epd/Uschmann

„Heimat Fremde Erde – Wem gehört Europa?“ im Mittelpunkt

Wien/Villach/Fresach (epdÖ) – Die 5. Europäischen Toleranzgespräche vom 5. bis 8. Juni 2019 warten mit einem umfangreichen Programm und über 40 ReferentInnen auf. Eröffnet werden die Toleranzgespräche, die in diesem Jahr unter dem Titel „Heimat Fremde Erde – Wem gehört Europa?“ stehen, vom italienischen Sprachprofessor Maurizio Bettini von der Universität Siena, der am 6. Juni im Kärntner Bergdorf Fresach über die Ursprünge Roms bis zur Realität der Gegenwart referieren wird. Bereits am Mittwoch, 5. Juni, werden zwei Veranstaltungen in Villach bestritten. In der „LIFE-TOUR ’19“ soll am Vormittag das Schwerpunktthema aus der Sicht von Jugendlichen behandelt werden, das Tourismusforum am Nachmittag ist der Frage gewidmet, wie Fehlentwicklungen verhindert werden können.

Rund 40 WissenschaftlerInnen, Dichter und Denker kommen vor Pfingsten nach Kärnten, um sich über das Thema Heimat auszutauschen. Was bedeutet Heimat und wer bedroht sie wirklich? Welche Veränderungen sind gut und notwendig, und welche müssen kritisch beobachtet werden? Welche Konzepte braucht es für die nächste Generation, und was muss verhindert werden? Droht der Ausverkauf von Grund und Boden oder der Verlust von Kultur und Naturerbe?

Unter den Referenten finden sich Persönlichkeiten wie der palästinensische Erzähler Salim Alafenisch, die libanesische Autorin Sonia Boumad oder der bulgarisch-österreichische Drehbuchautor Dimitré Dinev. Einen tiefen Einblick in die britische Seele verspricht der Literaturwissenschafter Rüdiger Görner, den österreichischen Zugang werden die Sozialwissenschafterin Brigitte Kratzwald, die Volkskundlerin Elsbeth Wallnöfer und die Raumwissenschafterin Gerlind Weber thematisieren. Mit dabei ist auch der Generalsekretär des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus Josef Plank.

Die Machtverhältnisse im globalen Kapitalismus und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft in Europa wird der Journalist und Buchautor Hans Jürgen Jakobs auf den Punkt bringen. Über die Auswirkungen des zunehmenden arabischen Tourismusaufkommens in Zell am See spricht die Sozialwissenschafterin Nadine Scharfenort aus Berlin. Warum Digitalisierung und neue Technologien trotz aller Bedenken eine große Chance für die Zukunft sind, thematisiert die Innovationsforscherin Petra Schaper-Rinkel.

Der 6. Juni steht ganz im Zeichen der Menschenrechte, europäischer und biblischer Schöpfungsmythen. Lesungen, ein Jazz-Konzert und eine Sonderausstellung runden den Eröffnungstag in Fresach ab. Das Wirtschaftsforum am Freitag, 7. Juni, wird neben der Frage nach den globalen Machtverhältnissen in Europa ganz der „Ressourcenplanung 2020“ und der „Region als stille Reserve“ gewidmet sein. Am Abend werden ausgewählte Start-ups und Gründer in einem Elevator-Pitch ihre Perspektiven für die Zukunft präsentieren.

Informationen & Tickets auf: http://www.fresach.org

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ISSN 2222-2464