Martin-Luther-Ausstellung in Wien

Europa und sein protestantisches Erbe

Wien (epd Ö – epw) – Nach Klagenfurt und Linz macht die internationale Luther-Ausstellung nun in Wien Station. Die Ausstellung, die ab 30. November im neuen Evangelischen Gymnasium zu sehen ist, zeigt „die Aktualität Martin Luthers und seiner Arbeit für die moderne Welt“, so die Veranstalter in einer Aussendung. Konkret gehe es dabei um die „Aktualität der mündigen Bürgergesellschaft, der Verantwortung, der Volksbildung, der Emanzipation“. Die Reformation hat Europa nachhaltig umgestaltet.

Zu Adventbeginn werden in Wien Faksimiles gezeigt, die schon um die halbe Welt gewandert sind. Bei der Eröffnung, die am Donnerstag, dem 30. November 2006 um 18 Uhr der Bischof der evangelisch-lutherischen Kirche in Österreich, Mag. Herwig Sturm, und der Wiener Superintendent Mag. Hansjörg Lein vornehmen, werden prominente Wissenschaftler durch die Ausstellung führen. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Leeb von der Evangelisch-Theologischen Fakultät spricht über „Martin Luther und seine Beziehungen zu Österreich“.

Spendensammlungen als moderner Ablasshandel?

Diakoniedirektor Mag. Michael Chalupka und Rainald Tippow, Leiter des Referates Pfarrcaritas, stellen am Montag, dem 4. Dezember, um 19 Uhr im Rahmen der Ausstellung die Frage, inwieweit Spendensammlungen heute als moderner Ablasshandel bezeichnet werden können.

Die Ausstellung ist vom 30. November (Eröffnung) bis 15. Dezember im Evangelischen Gymnasium in Wien zu sehen und täglich außer Samstag und Sonntag von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Ein Luthershop mit Luthersocken, Lutherbier, Lutherbüchern u.a. lädt zum Kauf ein. Auf den Luthersocken ist das berühmte Lutherwort aufgedruckt: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders.“

(Luther-Ausstellung, Evangelisches Gymnasium Wien, 1110 Wien, Erdbergstraße 222a, www.evangelischesgymnasium.at und www.evang.at/luther)

ISSN 2222-2464