Manfred Sauer präsentiert neues Buch

Superintendent Manfred Sauer beim Signieren seines neuen Buches mit Linda Tennent (li.) und der früheren Superintendentialkuratorin Helga Duffek. Foto: epd/T. Dasek
Superintendent Manfred Sauer beim Signieren seines neuen Buches mit Linda Tennent (li.) und der früheren Superintendentialkuratorin Helga Duffek. Foto: epd/T. Dasek

Superintendent stellte „gebetgedichte“ vor

Klagenfurt (epdÖ) – „Der Titel ‚möchte gern‘ ist bewusst gewählt“, erzählt Manfred Sauer, „ein bewusstes Kokettieren, möchte gern auch ein Dichter sein, nicht nur Prediger“, so der Kärntner Superintendent bei der Präsentation seines neuen Buches im Rahmen des Reformationsempfangs der evangelischen Diözese Kärnten/Osttirol am Donnerstagabend, 27. Oktober, in der Johanneskirche in Klagenfurt.

Unter dem Titel „möchte gern. gedichte.gebete.gebetgedichte … und andere gedanken“ legt Manfred Sauer persönliche Texte vor, die gleichermaßen Gedicht wie Gebet sind. Pointiert greift Sauer darin aktuelle Themen auf, thematisiert Lebensabschnitte ebenso wie kirchliche Feste und legt in kurzen Texten auch einige Bibelverse aus. Das Buch, das im Verlag „Evangelischer Presseverband“ erschienen ist, will „zum Verweilen und Nachdenken“ einladen, betont der Autor. Illustriert hat das Buch Sauers Sohn Gregor, der derzeit in Berlin eine Ausbildung zum akademischen Maler und Bildhauer absolviert.

Beeindruckt von den treffsicher formulierten Texten zeigte sich das Publikum aus der Evangelischen Kirche, der Ökumene und der Politik, darunter auch Diözesanbischof Alois Schwarz und Landeshauptmann Peter Kaiser. Das Prinzip „semper reformanda“ sei nicht nur auf die Kirche und die Ökumene bezogen, sondern auch auf die Gesellschaft, erklärte der Landeshauptmann in seinem Grußwort. Insbesondere würdigte Kaiser das Engagement der Kirchen für Flüchtlinge. In der Zusammenarbeit zwischen Kirchen und Land gelte es weiterhin, den Reformgeist zu behalten und „Menschlichkeit zu etablieren“.

2017 feiern die Evangelischen Kirchen 500 Jahre Reformation. Von diesem Jahr erhofft sich der römisch-katholische Diözesanbischof Alois Schwarz „im Miteinander Überraschungen zu erleben“. Die Kirchen, so der Bischof, verstehen sich als „starke Einheit, die Sinn zuliefern“ und zu mehr Humanität verhelfen. Es gehe darum, ohne Einmischung in politische Angelegenheiten in der Gesellschaft „das Evangelium wachzuhalten“ und darauf zu achten, „dass der Moderne der Sauerstoff nicht ausgeht“.

Geprägt war der diesjährige Kärntner Reformationsempfang vom Thema Kirchenmusik. Sie sei „Ausdruck der Sehnsucht nach Erlösung und Hoffnung im Leid“ und lasse die „Kraft der Auferstehung gegenwärtig werden“, erklärte der Obmann der Evangelischen Akademie Kärnten, Martin Müller, in seiner Begrüßung. Seit Mitte des Jahres ist der neue Diözesankantor Martin Lehmann in Kärnten tätig. Er war an der Orgel zu hören, motivierte die Festgäste zu einem „Luther-Rap“ und dirigierte den neu belebten Chor der Johanneskirche. Pfarrer Norman Tendis (Gitarre) und Jugendreferent Timon Weber (Klavier) sorgten für die Begleitung.

Service:
Sauer, Manfred: möchte gern. gedichte.gebete. gebetgedichte, 110 Seiten mit 11 farbigen Abbildungen, Hardcover, gebunden, epv 2016, ISBN: 978-3-85073-288-8, Preis: € 18,90. Erhältlich hier oder im Buchhandel.

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ISSN 2222-2464