Linz: Ökumenischer Gottesdienst zu „90 Jahre Bundesland“

Linz (epd Ö) – Mit einem ökumenischen Gottesdienst im Linzer Mariendom haben die Feierlichkeiten „90 Jahre Bundesland Oberösterreich“ begonnen. Der römisch-katholische Diözesanbischof Ludwig Schwarz wies in seiner Begrüßung darauf hin, „dass vor 90 Jahren der Wille lebendig war, alle positiven Kräfte zu bündeln, und so wurde der Grundstein für das Bundesland Oberösterreich gelegt“. Seit Beginn zeichnet das Bundesland „Stabilität und die gute Zusammenarbeit“ aus, die Wohlstand und Anerkennung gebracht hätten. Der Bischof bezeichnete die Seligpreisungen der Bergpredigt als „Magna Charta“ der erlösten Menschen. Das Menschenbild der Bergpredigt sei u.a. auch eine deutliche Absage an die „sündhaften wilden Spekulationen“, die die derzeitige Finanzkrise ausgelöst haben.

Der evangelisch-lutherische Superintendent Gerold Lehner verwies auf die zwei Aufträge des Menschen: „Bebauen und Bewahren“. Kultur und Zivilisation seien die Folgen des Bebauens, so habe der Mensch „teil an der Kreativität Gottes“. Lehner erinnerte aber auch an die Pflicht zum Bewahren, die „achtsam, ausbalancierend, pflegend, schützend und erhaltend mit der Welt umgeht“. Die Schöpfung sei nicht einfach „Objekt“ der Bedürfnisse des Menschen.

Pühringer: Ökumene Säule für das gute Klima

Am Gottesdienst im Mariendom nahmen rund 1.000 Personen teil, darunter die gesamte Landesregierung mit Landeshauptmann Josef Pühringer, der am Ende der Feier den Kirchen für ihr kontinuierliches Engagement dankte: „Ökumene hat in Oberösterreich einen guten Boden, und ich danke allen Kirchen. Sie sind eine wesentliche Säule für das gute Klima in Oberösterreich.“ Der Landeshauptmann verwies auf die Bedeutung der Seelsorge und auf die wichtigen Beiträge der Kirchen im Bereich der Sozial-, Kultur- und Bildungsarbeit.

ISSN 2222-2464