Linz: 20 Jahre Evangelisches Studentenheim

"Wir haben in unserem Haus die Welt zu Gast", betont Heimleiter Hans Berger bei der Feier anlässlich 20 Jahre "Evangelisches Studentenheim Linz Dietrich Bonhoeffer". (Foto: epdÖ/T.Dasek)
„Wir haben in unserem Haus die Welt zu Gast“, betont Heimleiter Hans Berger bei der Feier anlässlich 20 Jahre „Evangelisches Studentenheim Linz Dietrich Bonhoeffer“. (Foto: epdÖ/T.Dasek)

Bonhoeffer-Haus beherbergte bis jetzt 2500 Gäste

Linz (epdÖ) – Sein 20-jähriges Bestehen feierte das Evangelische Studentenheim Linz Dietrich Bonhoeffer mit einem Festakt am Mittwoch, 6. Mai. 1995 konnte das Haus mit Unterstützung der Stadt Linz und des Landes Oberösterreich errichtet werden, eine „20-jährige Erfolgsgeschichte“ begann, erinnerte sich der damalige Superintendent Hansjörg Eichmeyer, der das Studentenheim mitinitiiert hatte.

Weil in der Stadt in den frühen 90er-Jahren ein massiver Mangel an Studentenheimplätzen herrschte, gab es bei der Gründung „Wohlwollen von allen Seiten“, erzählte Eichmeyer. Die Entscheidung für den Bau musste rasch getroffen werden, meinte der erste Obmann des Trägervereins, Univ.-Prof. Rudolf Kropf. Schließlich konnten bei dem umfangreichen und damals wegweisenden Projekt – so freuten sich etwa die Studierenden 1995 über den damals gar nicht selbstverständlichen Festnetz-Anschluss auf jedem Zimmer – die Baukosten deutlich unterschritten werden. Mit den restlichen Mitteln wurde ein Stipendienfonds gegründet, der auch heute noch Studierende unterstützt.

Deutlich geändert haben sich in der Zwischenzeit die Studienbedingungen, betonte Heimleiter Hans Berger. Durch Auslandsprogramme und wechselnde Studienorte tausche sich in einem Jahr die Hälfte der Bewohner aus, „da wird der Heimleiter zum Hoteldirektor“. Bis heute hat das Bonhoeffer-Haus, das passend zu seinem Namensgeber eine „Bibliothek der Zivilcourage“ beherbergt, 2500 Personen ein Zuhause gegeben. „Wir haben in unserem Haus die Welt zu Gast“, berichtete Hans Berger. Der Anteil der österreichischen Studierenden beträgt in dem 175 Plätze umfassenden Haus etwa 65 Prozent, jener der evangelischen rund 20 Prozent. Die „Vielfalt der Begegnungen“ und die damit verbundenen Herausforderungen prägten seinen „Traumjob“, so der Heimleiter, den Superintendent Gerold Lehner gemeinsam mit Bergers Assistentin Gerda Lettner beim Festakt als „Glücksfall für das Haus“ bezeichnete.

Trotz des deutlichen Wandels hätten die Heimbewohner durch all die Jahre ähnliche Bedürfnisse, unterstrich der nunmehrige Obmann des Trägervereins, Klaus Köglberger. Als evangelisches Haus wolle man dazu beitragen, „dass sich die Studierenden wohlfühlen, sich zu Hause fühlen“. Es gelte, „am Puls der Zeit und am Puls der HeimbewohnerInnen zu bleiben“.

Bauträger des Hauses ist die Landeswohnungsgenossenschaft für Oberösterreich        (LAWOG). Auch Vorstandsdirektor Klaus Prammer konnte beim Festakt von einer „Erfolgsgeschichte“ mit einem „verlässlichen Partner“ sprechen. Die Glückwünsche des oberösterreichischen Landeshauptmanns überbrachte Landtagsabgeordnete Johanna Priglinger. Das evangelische Studentenheim sei nicht nur ein Ort des Zusammenkommens, hier werde auch ein „Glaube gelebt, der Halt gibt“. Als wichtigen Mosaikstein in der Linzer Wohninfrastruktur bezeichnete Stadtrat Stefan Giegler das Studentenheim, das sich durch seine Wohnqualität und auch als interessanter Veranstaltungsort auszeichne. Nicht zuletzt durch die evangelische Hochschulgemeinde, die ebenfalls hier ihr „Zuhause“ gefunden hat, leiste das Studentenheim einen positiven Beitrag zur Entwicklung der Universitätsstadt Linz.

ISSN 2222-2464