Lektorendienst auf sechsjährige Amtszeit des Presbyteriums begrenzt

Lektorenleitungen in allen Diözesen

Wien, 18. Mai 2005 (epd Ö) – Eine neue Form der Beendigung des Lektorendienstes sowie die Einrichtung einer Lektorenleitung in jeder Diözese der Evangelischen Kirche A.B. sieht die Neufassung der Lektorenordnung vor, die am 17. Mai von der in Wien tagenden Synode A.B. einstimmig angenommen wurde. Wie Oberkirchenrätin Dr. Hannelore Reiner vor der Synode dazu erläuterte, gilt die Amtszeit eines Lektors bis zu einem halben Jahr nach Ende der jeweiligen Amtsperiode des Presbyteriums, das ihn berufen hat. Das neu gewählte Presbyterium hat über eine Erneuerung der Bestellung, die durch den Superintendenten erfolgt, zu entscheiden.

Nach der neuen Ordnung bestellt der Superintendentialausschuss „mindestens einen Pfarrer zum diözesanen Lektorenleiter und legt die Zahl der Vertreter aus dem Kreis der Lektoren fest“. Diese werden von einer Lektorentagung gewählt.

Durch die Begrenzung des Lektorendienstes auf die sechsjährige Amtszeit des Presbyteriums werde dieser Dienst „ernster genommen“, sagte dazu Bischof Mag. Herwig Sturm. Sturm hielt fest, im Gegensatz zu PfarrerInnen habe der Lektor eine „eingeschränkte Beauftragung“, die auf eine Pfarrgemeinde bezogen sei.

ISSN 2222-2464