Lein: „‚Autofasten‘ lädt ein, neue Erfahrungen zu machen“

Der Wiener Superintendent Hansjörg Lein lädt AutofahrerInnen im Rahmen der Aktion "Autofasten" dazu ein, zwischen Aschermittwoch und Karsamstag das Auto stehen zu lassen. (Foto: kathbild.at/rupprecht)
Der Wiener Superintendent Hansjörg Lein lädt AutofahrerInnen im Rahmen der Aktion "Autofasten" dazu ein, zwischen Aschermittwoch und Karsamstag das Auto stehen zu lassen. (Foto: kathbild.at/rupprecht)

Evangelische und Katholische Kirche rufen zum Umsteigen auf

Wien (epdÖ) – „In der Stadt spricht alles gegen das Auto“, erklärte der evangelisch-lutherische Superintendent von Wien, Hansjörg Lein, bei einer Pressekonferenz am 11. Februar in Wien anlässlich des Starts der Aktion „Autofasten“ am Aschermittwoch. Das Auto sei eine gute Erfindung, so Lein, aber gerade in der Stadt gebe es viele gute Alternativen. Bei der Aktion „Autofasten“, die dazu aufruft, das Auto während der siebenwöchigen Passions- beziehungsweise Fastenzeit stehen zu lassen, gehe es auch darum, bewusst auf andere Formen der Mobilität, etwa Radfahren oder öffentliche Verkehrsmittel, umzusteigen. „Die Aktion will Gusto machen, neue Erfahrungen zu sammeln. Das Leben ohne Auto ist einfacher und stressfreier“, weiß Lein aus eigener Erfahrung. Seit vielen Jahren besitze er persönlich kein Auto mehr.

Auch der römisch-katholische Weihbischof Franz Scharl unterstützt die Aktion „Autofasten“. Auch er sei so weit wie möglich ohne Auto unterwegs. „Es braucht einen anderen Lebensstil, ein Umdenken, einen Verzicht, damit wir eine lebenswerte Welt an unsere Nachfahren weitergeben können“, ist Scharl überzeugt.

Mit einem Gewinnspiel möchte der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) das Umsteigen vom eigenen Auto auf die öffentlichen Verkehrsmittel erleichtern. Insgesamt werden 300 Monatstickets verlost, damit Autofahrer andere Verkehrsmittel einmal ohne Risiko testen können, so Wolfgang Schroll, Geschäftsführer des VOR. Dankbar für die Aktion zeigte sich Thomas Bohrn, der ebenfalls der Geschäftsführung des VOR angehört. Umweltschutz, aber auch die Erhöhung der Lebensqualität für alle würden die Aktion auszeichnen. Im Vorjahr haben 14.600 Personen die Aktion „Autofasten“ unterstützt, berichtete Markus Gerhartinger vom VOR, insgesamt seien im Vorjahr acht Millionen Autokilometer eingespart worden. Seit Beginn der Aktion 2005 sei die Teilnehmerzahl ständig gestiegen.

Die Initiative „Autofasten“ der Evangelischen und der Römisch-katholischen Kirche will in der Zeit von Aschermittwoch bis Karsamstag, heuer vom 13. Februar bis zum 30. März, dazu anregen, das eigene Mobilitätsverhalten zu überdenken und umwelt- und klimaschonende Fortbewegungsmittel vermehrt in den eigenen Alltag einzubauen. Weitere Informationen und Möglichkeiten zur Teilnahme finden Sie unter www.autofasten.at/.

ISSN 2222-2464