Lange Nacht der Kirchen erstmals in ganz Österreich

Lein: Gemeinsam auf dem Weg, Pluralität und Aktualität des Christentums zu erleben

Wien (epd Ö) – Wenn am 30. Mai um 17.50 Uhr die Kirchenglocken die vierte Lange Nacht der Kirchen in Wien einläuten, dann ist es auch das Startsignal für die erste Lange Nacht in ganz Österreich. 524 Kirchen aller christlichen Konfessionen zwischen Bodensee und Neusiedlersee öffnen am 30. Mai die Türen und bieten 2.700 Programmpunkte. In der Zeit zwischen 18 Uhr und 1 Uhr wird in den Kirchen ein vielfältiges Programm angeboten, das einlädt, die Kirchen kennenzulernen und Raum schafft für Begegnung und Spiritualität.

„Die Lange Nacht der Kirchen ist ein gemeinsames und ökumenisches Erfolgsprojekt, das bereits Tradition hat“, sagte der Wiener Superintendent Mag. Hansjörg Lein bei der Pressekonferenz am 20. Mai anlässlich der Langen Nacht der Kirche am 30. Mai 2008 in Wien. Die Lange Nacht der Kirchen biete vielen Menschen die Chance, „sich neu oder wieder bewusst mit dem zu beschäftigen, was christlicher Glaube in seiner faszinierenden Fülle anzubieten hat“. Die Kirchen in Wien und zum ersten Mal in ganz Österreich seien „gemeinsam auf dem Weg und laden ein, die Pluralität und die Aktualität des Christentums voll Staunen zu erleben“.

Verfestigtes Kirchenbild aufbrechen

Es solle „manches verfestigte Kirchenbild aufgebrochen werden“ und „wir wollen dabei helfen, dass sich Kirchenbilder verändern“, betonte Prälat Karl Rühringer.“ „Die Lange Nacht will nicht nur Gemeindeglieder im engeren Sinn ansprechen, sondern besonders die Grenzgänger.“ Die von manchen totgesagte Kirche gebe „ein kräftiges Lebenszeichen“. Das Erfolgskonzept der Langen Nacht „bilden besonders die MitarbeiterInnen, wenn sie das Gefühl vermitteln, dass es hier eine einladende Kirche gibt“.

Die Lange Nacht der Kirchen biete eine „große Chance, mehr in Kontakt mit Gott zu sein“. Diese lebendige Ökumene ermögliche „die Begegnung zwischen Gott und den Menschen, aber auch die Begegnung von Menschen untereinander“, so Bischofsvikar Nicolae Dura. So könnten in dieser Nacht gemeinsam alle Christen in Österreich Zeugnis ablegen.

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Klagenfurt am 20. Mai mit Bischof Dr. Alois Schwarz zur Langen Nacht der Kirchen sagte Superintendent Mag. Manfred Sauer: „Es freut mich sehr, dass sich so viele Menschen jedes Jahr mit großer Begeisterung und hohen Erwartungen aufmachen, um die Lange Nacht der Kirchen zu erleben, um mitzufeiern und sich einzubringen. Ich hoffe, dass auch heuer wieder viele neugierig werden, auch die Kirchenfernen, dass sie sich aufmachen und die Chance nützen, Kirche als lebendige Quelle des Glaubens und der Gemeinschaft zu erfahren.“

Gottesdienste, Film, Tanz und Theater

Diskussionen, Gottesdienste, Führungen, Ausstellungen, Film, Tanz, Theater, Kabarett, Lesungen, Vorträge und viel Musik sowie extravagante und unkonventionelle Angebote werden die Menschen in den Bann ziehen und für einen abwechslungsreichen Abend und eine spannende Nacht sorgen. In Klagenfurt werde es angesichts der bevorstehenden Europameisterschaft einen besonderen Schwerpunkt zum Thema „Glaube und Fußball“ geben.

Das detaillierte Programm aller Kirchen finden Sie im Internet unter www.langenachtderkirchen.at

ISSN 2222-2464