Landessuperintendent Hennefeld: Schwerpunktjahr 2008 war „voller Erfolg“

Zahlreiche Projekte und Veranstaltungen – Auch für 2009 sind Aktivitäten geplant

Villach (epd Ö) – Als „vollen Erfolg“ hat der reformierte Landessuperintendent Pfarrer Mag. Thomas Hennefeld das Schwerpunktjahr 2008 der Evangelischen Kirchen. „Auf dem Weg der Umkehr – Jahr der Standortbestimmung zum evangelisch-jüdischen Verhältnis in Österreich“ bezeichnet.

In einem Zwischenbericht vor der Generalsynode in Villach stellte der stellvertretende Vorsitzende des Evangelischen Oberkirchenrates A.u.H.B. am 15. November fest, „dass das Schwerpunktjahr gut genutzt wurde, um eine breite Palette an Themen anzubieten, sich mit dem Judentum zu beschäftigen und das eigene Wissen zu vertiefen, aber auch den Austausch mit unseren jüdischen Geschwistern zu pflegen“.

Gleichzeitig mahnte der Landesuperintendent: „Das Schwerpunktjahr soll uns aber auch daran erinnern, dass die Auseinandersetzung mit dem Judentum kein Thema unter anderen sein darf, sondern uns begleitet in unserem Selbstverständnis als Christinnen und Christen.“ Dazu gehöre die Wachsamkeit gegenüber antisemitischen und antijüdischen Tendenzen sowie der Einsatz für ein friedliches Miteinander von Israelis und Palästinensern im Nahen Osten.

Als gesamtkirchliche Aktivitäten im Schwerpunktjahr nannte Hennefeld unter anderem den von der Evangelisch-lutherischen, der Evangelisch-reformierten sowie der Evangelisch-methodistischen Kirche durchgeführten Reformationsempfang, der sich mit dem Widerstandskämpfer Robert Bernardis beschäftigte und als Festredner den lutherischen Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern zum Thema: „Juden und Christen“ eingeladen hatte.

Im Februar Studienreise nach Israel/Palästina

Eine österreichische PfarrerInnentagung der drei Kirchen in Mörbisch habe sich, so Hennefeld, mit dem jüdisch-christlichen Verhältnis auseinandergesetzt, aber auch mit Personen, die eine herausragende positive Rolle in der NS-Zeit gespielt hatten. Ebenso standen der Nahostkonflikt und die Rolle der Kirchen auf der Tagesordnung.

Zudem habe der Oberkirchenrat A.u.H.B. eine Erklärung zum 60-jährigen Bestehen des Staates Israel verabschiedet, in der er zu dem Jubiläum gratuliert habe ohne zu verschweigen, dass die Gründung des jüdischen Staates zur Katastrophe für das palästinensische Volk wurde.

Wie Hennefeld berichtete, seien für das Jahr 2009 Schulprojekte zur Thematik geplant, die Ausschreibung einer Fachbereichsarbeit zum Thema „Evangelische Kirche in Österreich und Judentum – Geschichte und Gegenwart“ mit einer Preisverleihung beim Reformationsempfang sowie vom 7. bis 15. Februar eine Studienreise nach Israel/Palästina, auf deren Programm Begegnungen mit Menschen und Organisationen stehen, die in der Friedensarbeit aktiv sind.

ISSN 2222-2464