Landessuperintendent Hennefeld distanziert sich von Bundespräsidentschaftskandidat Gehring

„Meinungen und Haltungen in krassem Gegensatz zu jenen der Evangelisch-reformierten Kirche“

Wien (epd Ö) – Die „Meinungen und Haltungen“ des Bundespräsidentschaftskandidaten Rudolf Gehring stehen „in krassem Gegensatz zu jenen der Evangelisch-reformierten Kirche in Österreich“, hält deren Landessuperintendent Thomas Hennefeld in einem Leserbrief an den „Standard“ fest. In einem Interview für die Tageszeitung hatte sich der Chef der Partei „Die Christen“ als „Angebot für alle christlich denkenden Bürger“ präsentiert.

Im Unterschied zu Gehrings Positionen habe die reformierte Kirche bereits Mitte der 70er Jahre die Fristenlösung begrüßt, betont Hennefeld und erinnert, dass seine Kirche Ende der 1990er Jahre die Segnung auch homosexueller Partnerschaften beschlossen hat. Reformierte Christinnen und Christen könnten „auf Kreuze im öffentlichen Raum, aber auch in Kirchengebäuden getrost verzichten“, außerdem befürworte die reformierte Kirche den Bau von Moscheen mit Minaretten.

„Die Verwirklichung und Einhaltung der Menschenrechte war uns immer schon ein besonderes Anliegen aufgrund unseres Glaubens an den Mensch gewordenen Gott, der sich allen seinen Geschöpfen liebevoll zuwendet“, so der Landessuperintendent wörtlich. So stelle sich die Frage, „ob Rudolf Gehring reformierten Christen das Christsein oder das Denken abspricht“.

ISSN 2222-2464