Künftig ökumenische Klima-Kollekte in Österreich

„Die Auswirkungen der Klimaveränderungen treffen uns alle, egal wo wir leben", warnt der designierte Bischof Michael Chalupka. Foto: pixnio
„Die Auswirkungen der Klimaveränderungen treffen uns alle, egal wo wir leben", warnt der designierte Bischof Michael Chalupka. Foto: pixnio

Chalupka: „Untätigkeit können wir uns nicht mehr leisten“

Wien (epdÖ) – Eine ökumenische Allianz steht künftig hinter der Klima-Kollekte in Österreich. Diakonie Austria, HORIZONT3000, die Koordinierungsstelle der Bischofskonferenz für Entwicklung und Mission und die Evangelische Kirche A. und H.B. haben sich zu dieser Allianz zusammengeschlossen, wie die römisch-katholische NGO Horizont3000 am Dienstag, 4. Juni, in einer Aussendung mitteilte.

Auf der neuen Website www.klima-kollekte.at könne mittels Emissionsrechner der persönliche CO2-Ausstoß in unterschiedlichen Lebensbereichen errechnet werden – wie viele Tonnen CO2 zum Beispiel ein Flug im Rahmen einer Dienstreise oder von Wien zum Urlaubsort freisetzt. Der Rechner weist darauf hin jenen Betrag aus, der notwendig ist, um im Rahmen eines Kompensationsprojektes die gleiche Menge CO2 einzusparen.

Durch die Einzahlung des errechneten Betrages würden Projekte in Entwicklungsländern unterstützt, die den Ausstoß von CO2 vermindern, etwa durch die Nutzung von energieeffizienten Kochherden, Biogas- und Photovoltaik-Anlagen, heißt es in der Aussendung. Die Projekte würden durch Fachorganisationen der kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit gemeinsam mit ihren Partnern in Afrika, Asien und Lateinamerika entwickelt.

„Die Auswirkungen der Klimaveränderungen treffen uns alle, egal wo wir leben“, sagte der designierte evangelisch-lutherische Bischof und Diakonie Eine Welt Geschäftsführer Michael Chalupka. „Untätigkeit können wir uns nicht mehr leisten. Als ersten Schritt können wir über die Klima-Kollekte durch gezielte Investitionen in Projekte des globalen Südens das Klima schützen und Armut bekämpfen.“ Der römisch-katholische Militärbischof Werner Freistetter ergänzt: „Papst Franziskus hat alle Menschen guten Willens aufgerufen, unser gemeinsames Haus zu bewahren. Das können wir nur tun, wenn wir konsequent Klimaschäden vermeiden und vermindern, sowie diejenigen unterstützen, die die Folgen des Klimawandels bereits spüren.“

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ISSN 2222-2464