König von Narnia – Fantasyfilm in österreichischen Kinos

Fantasy-Fan Bünker: Außergewöhnliches Filmspektakel

Wien, 7. Dezember 2005 (epd Ö) – „Ein außergewöhnliches Filmspektakel kommt auf uns zu, das besonders für Christinnen und Christen interessant sein dürfte“, sagte Oberkirchenrat Hon.-Prof. Dr. Michael Bünker in einem Gespräch mit epd Ö über den am 8. Dezember anlaufenden Fantasyfilm „Der König von Narnia“. Es handle sich dabei „laut Produktionsfirma um eine kinderfreundliche Variante von Fantasy“, so Bünker, der sich selber einen „Fantasy-Fan“ nennt.

Im „König von Narnia“ entdecken vier Kinder das phantastische Land Narnia, das von einer Hexe beherrscht wird. Erst durch das Opfer des rechtmäßigen Herrschers in Gestalt des Löwen Aslan wird der böse Zauber gebrochen und das Land erlöst. Bünker entdeckt im Film Parallelen zur christlichen Botschaft, obwohl er den gewaltsamen Schluss im Film als fragwürdig für die christliche Botschaft empfindet: „Die Hexe in Narnia ist böse, Zauberei ist böse, es gibt weder gute Zauberer noch gute Magie.“ Dies unterscheide den König von Narnia von anderen Fantasy-Spektakeln wie etwa „Herr der Ringe“ mit dem guten Zauberer Gandalf oder Harry Potter. Befreiung vom Bösen bringe im „König von Narnia“ allein das Opfer des Erlösers, „das ganz in der Tradition der Satisfaktionslehre des Anselm von Canterbury gesehen wird“, so der Oberkirchenrat. Für die Vermittlung der christlichen Botschaft aber sei der gewaltsame Schluss sicher nicht notwendig.

Der Autor des märchenhaften Kinderbuches, das dem Film zugrunde liegt, war C. S. Lewis, ein Freund Tolkiens, Verfasser des „Herrn der Ringe“. Lewis, einst bekennender Agnostiker, hatte durch ein Bekehrungserlebnis zum Glauben gefunden. Den „König von Narnia“ verstand er als Allegorie auf das Erlösungswerk Christi.

Bünker: „Ich werde mir den ‚König von Narnia’ selbstverständlich ansehen und freue mich schon darauf.“

ISSN 2222-2464