Kirchliche Pädagogische Hochschule startet am 1. Oktober

Das Leitungsteam der neuen Kirchlichen Pädagogischen Hochschule (Copyright: epv/M.Uschmann)
Das Leitungsteam der neuen Kirchlichen Pädagogischen Hochschule (Copyright: epv/M.Uschmann)

Helene Miklas: Europaweit einmaliges Projekt

Wien (epd Ö) – „Wir haben ein europaweit einmaliges und innovatives Projekt mit unserer gemeinsamen Hochschule für die LehrerInnenausbildung“ sagte die Vizerektorin der neuen Kirchlichen Pädagogischen Hochschule in Wien (KPH), Dr. Helene Miklas M. Ed., bei der Pressekonferenz am Dienstag, 18. September, in Wien zum Start der KPH. „In einer Zeit, in der die Konfessionen eher auseinanderstreben, werden wir die Hochschule gemeinsam leiten.“ Gemeinsam, das bedeutet in diesem Fall: Katholische, Evangelische, Altkatholische, Orthodoxe und Orientalisch-Orthodoxe Kirchen sind verantwortlich für das Gelingen dieser neuen Ausbildungsstätte, die mit 1. Oktober ihre Pforten für die Studierenden öffnet. „Derzeit wird von einer Differenzökumene gesprochen, die die Konsensökumene abgelöst hat. Wir wollen dies nützen, um im ökumenischen Lernen nach dem Prinzip Identität und Differenz zu arbeiten.“ Dies sei ein „durchaus wagemutiges Projekt“. Bei der ReligionslehrerInnenausbildung werden Studierende unterschiedlicher Konfessionen in den humanwissenschaftlichen und ergänzenden Fächern gemeinsam unterrichtet, die theologischen Fächer werden getrennt erteilt. Miklas: Rund zehn Prozent des gesamten Studienplans widmen sich der interkonfessionellen und religiösen Problematik.“ Identität und Differenz wahrzunehmen sei nicht nur für ReligionslehrerInnen, sondern für die LehrerInnenbildung allgemein eine „elementare Voraussetzung“.

 

Greiner: Grundsätzlich neue Hochschule entstanden

 

„Ich bin optimistisch, dass wir mit unserer KPH auf einem guten Weg sind. In fünf Jahren wollen wir eine anerkannte Hochschule sein“, sagte die Rektorin MMag. DDr. habil. Ulrike Greiner. „Ganz wichtig für uns ist die Kontrolle: Was können die Studierenden nach sechs Semestern?“ Hier gebe es einen Kompetenzkatalog, um die Evaluation zu gewährleisten. Es sei eine „grundsätzlich neue Hochschule entstanden, aber wir wissen selbstverständlich um die unterschiedlichen Kulturen und die unterschiedliche Geschichte der vorherigen Institute.“ Greiner betonte, dass Studierende das sechssemestrige Bachelorstudium heute nicht mehr nur als abgeschlossene Einheit betrachten, „vielmehr eröffnet dieser Abschluss ja ein weiteres Lernen an einer Universität.“

 

Auf die guten Berufsaussichten der Absolventinnen der KPH wies Vizerektor Mag. Thomas Müller, der die Pressekonferenz moderierte, hin: „In vier bis fünf Jahren gehen viele Lehrkräfte in Pension, vielleicht kann man dann sogar von einem Lehrermangel im Pflichtschulbereich sprechen.“

 

An den beiden Standorten in Wien und Krems übernimmt mit dem Semester 2007/2008 die Kirchliche Pädagogischen Hochschule in Wien die Ausbildung von PflichtschullehrerInnen und ReligionslehrerInnen sowie die Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte an allen Schultypen. Weitere Informationen unter www.kphvie.at oder ta.ei1539699847vhpk@1539699847eciff1539699847o1539699847

Das Leitungsteam der neuen Kirchlichen Pädagogischen Hochschule (Copyright: epv/M.Uschmann)

ISSN 2222-2464