Kirchen zu Israel-Konflikt: Gewalt stoppen

Stellungnahme des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich fordert auch Beendigung aller Gewaltakte seitens der Palästinenser

Wien, 20. März 2002 (epd Ö) Für einen sofortigen Abzug der israelischen Armee aus den besetzten Gebieten und für die Beendigung aller Gewaltakte seitens der Palästinenser treten die 14 im Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) vertretenen Kirchen ein. Sie appellieren an die politischen Kräfte in Österreich, sich „dringend für die Entsendung von internationalen Beobachtern und notwendigen humanitären Hilfskräften in die betroffenen Regionen einzusetzen“. Die tiefe Betroffenheit über das Leiden und Sterben von Palästinensern und Israelis, die Kontakte zu christlichen Gemeinden in Israel und Palästina, die besondere Beziehung zum Judentum und die Liebe zum Heiligen Land hätten den ÖRKÖ zu seiner Stellungnahme gedrängt, heißt es in einer Erklärung vom Montag, 18. März.

Die 14 Kirchen rufen zugleich zum Gebet für den Frieden in Israel und Palästina auf. Sie „appellieren an beide Seiten, Israelis und Palästinenser, der Gerechtigkeit Raum zu geben, die Gott für alle Menschen will“. In der weltweiten Dekade zur Überwindung von Gewalt müsse betont werden, dass die Anwendung von Gewalt nicht geeignet ist, politische, gesellschaftliche und menschliche Probleme zu lösen: „Ohne Gerechtigkeit kann es keinen Frieden geben.“

ISSN 2222-2464