Kirchen: USA haben gegen Weltordnung verstoßen

Ökumenischer Rat der Kirchen mahnt in seiner Pfingstbotschaft: In der Ökumene niemals den Mut verlieren

Genf, 4. Juni 2003 (epd Ö) Kritik am Vorgehen der USA gegenüber dem Irak übt der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) in seiner diesjährigen Pfingstbotschaft. Der von den acht Präsidentinnen und Präsidenten des ÖRK unterzeichnete Text stellt fest, die Welt habe sich versündigt, „als sie sich weigerte zu glauben, dass Gott in dem lebendigen Christus zu finden und Gerechtigkeit in dem auferstandenen Christus verkörpert ist und dass alle gerichtet werden, die einen Fürst dieser Welt dem Friedefürst vorziehen“. Die Menschen hätten in der Geschichte zunehmend versucht, die „Kräfte des Universums“ zu manipulieren. „Dies spiegelt sich“, so die Pfingstbotschaft wörtlich, „wider in einer Welt, in der ein Staat zusammen mit einer Hand voll Alliierter durch die unrechtmäßige Invasion des Irak bewusst und in gravierender Weise gegen anerkannte Instrumente der Weltordnung, des Friedens und der Gerechtigkeit verstoßen haben.“

Die Unterzeichneten rufen „nach einem Helfer, dem Heiligen Geist“, der in einer Welt, in der die Wahrheit verfälscht und die Lebensbedingungen der Menschen zerstört werden, „unseren Gottesdienst, unser Wirken und unser Zeugnis lebendig und wirklich machen kann“. Zur Situation der Ökumene wird in der Pfingstbotschaft erklärt: „Wir dürfen bei unserem ökumenischen Streben niemals den Mut verlieren. Der Heilige Geist, der Helfer, wird uns die Kraft eingeben, die zu lieben, die anders sind als wir, und er wird uns zu einer einzigen Familie des Glaubens zusammenfügen.“ Der volle Wortlaut findet sich unter: www.wcc-coe.org

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ISSN 2222-2464