Kirchen und Religionen setzen mit „pro-religion.at“ Zeichen

Auf der Internetseite www.pro-religion.at präsentieren sich die 14 anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften Österreichs erstmals gemeinsam. (Screenshot von www.pro-religion.at)
Auf der Internetseite www.pro-religion.at präsentieren sich die 14 anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften Österreichs erstmals gemeinsam. (Screenshot von www.pro-religion.at)

Gemeinsamer Webauftritt der 14 anerkannten Religionsgemeinschaften

Wien (epdÖ) – „Kirchen und Religionsgemeinschaften sind für den Menschen da, sie sind nah am Leben und immer dort zu finden, wo das Leben pulsiert“, so ist auf www.pro-religion.at unter „Wofür wir stehen“ zu lesen. Weil Religion „nicht etwa Vertröstung auf ein Jenseits, sondern die Befähigung zum Leben im Hier und Jetzt“ meint, leisten Kirchen und Religionsgemeinschaften immer auch einen konkreten Beitrag für das Gemeinwohl. Dieser werde besonders deutlich, wenn es um Spiritualität, Soziales, Bildung, Kultur und Werte geht.

Aus aktuellem Anlass findet sich auf der Internetseite eine Stellungnahme des Religionsrechtlers Prof. Richard Potz von der Wiener Juristischen Fakultät. Darin diagnostiziert Potz für Österreich ein System der „institutionellen Trennung von Staat und Kirche“, das gleichzeitig einen „rechtlichen Rahmen für die Kooperation mit den Religionsgemeinschaften“ bereitstellt. Kritisch äußert sich Potz zu den so genannten „Privilegien“ der Kirchen und Religionsgesellschaften. Dieser Begriff sei „irreführend“. Zudem enthielten die Forderungen des Volksbegehrens „überwiegend unrichtige Feststellungen“, die vom Rechtsexperten in der Folge behandelt werden.

Von Altkatholisch bis Syrisch-orthodox

Bereits auf der Startseite stellen sich die 14 anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften mit einer Beschreibung und entsprechenden Web-Links selbst vor. Materialien und Links sowie ein Frage-Antwort-Katalog runden den ersten gemeinsamen Web-Auftritt der Religionsgemeinschaften ab.

ISSN 2222-2464