Kirchen starten am 1. September „Schöpfungszeit“

Mit der Schöpfungszeit machen die Kirchen auf das dringende Thema Umweltschutz aufmerksam. Foto: pixabay
Mit der Schöpfungszeit machen die Kirchen auf das dringende Thema Umweltschutz aufmerksam. Foto: pixabay

Österreichweit Gottesdienste und Veranstaltungen zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Wien (epdÖ) – Die christlichen Kirchen in Österreich machen ab 1. September auf die Dringlichkeit der Bewahrung der Schöpfung aufmerksam. Bis zum 4. Oktober, dem offiziellen Ende der fünfwöchigen „Schöpfungszeit“, finden österreichweit Veranstaltungen wie Klimaschutztage, eine Fahrrad-Aktion oder ökumenische Gottesdienste statt.

Liturgischer Höhepunkt ist der „Gottesdienst in der Schöpfungszeit“, veranstaltet vom Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) am 11. September um 18.30 Uhr in der Reformierten Stadtkirche (Dorotheergasse 16, 1010 Wien). Unter dem Titel „Salz der Erde“ laden der serbisch-orthodoxe Bischof Andrej Cilerdzic, der lutherische Pfarrer Wilfried Fussenegger, der reformierte Pfarrer Harald Kluge und Pater Nikolaus Schachtner zum ökumenischen Gottesdienst.

Bereits 1989 hatte der damalige Ökumenische Patriarch von Konstantinopel Dimitrios „die ganze orthodoxe und christliche Welt“ eingeladen, am 1. September „zum Schöpfer der Welt zu beten: mit Dankgebeten für die große Gabe der geschaffenen Welt und mit Bittgebeten für ihren Schutz und für ihre Erlösung“. Diese Initiative wurde 1992 von der gesamten orthodoxen Kirche begrüßt und übernommen, katholische und evangelische Ortskirchen folgten.

Auch in Österreich hat dieser Tag bereits eine lange Tradition. In der Diözese St.Pölten lädt u.a. die Katholische Aktion (KA) gemeinsam mit der Interreligiösen Dialogplattform der Stadt St. Pölten am 1. September zu einer Veranstaltung unter dem Motto „Eine Welt – Religionen gemeinsam für die Schöpfung“. Ab 14 Uhr finden dazu Gebete der Religionen, ein Schöpfungsfest, Vorträge und Workshops speziell für Kinder statt.

Weiters findet am 22. September in der evangelischen Heilandskirche in Graz ein ökumenischer Schöpfungsgottesdienst statt. In der Erzdiözese Salzburg feiern am 29. September um 10 Uhr Gläubige in der Stadtpfarrkirche St.Andrä einen ökumenischen Schöpfungsgottesdienst. In Innsbruck laden die Kirchen am 5. Oktober in die serbisch-orthodoxe Gemeinde zu einem ökumenischen Schöpfungsgebet.

Umweltfreundliche Mobilität prägt auch die traditionsreiche Aktion „Wir RADLn in die Kirche“ in Wien, Niederösterreich und der Steiermark. Rund 100 katholische und evangelische Pfarrgemeinden laden im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche dazu ein, den Sonntagsgottesdienst am 22. September mit dem Fahrrad zu besuchen. Langfristig sollen möglichst viele Menschen zum Radfahren im Alltag bewegt werden. Zusätzlich ruft die Aktion „Autofasten“ dazu auf, die Petition der Aktion zu unterzeichnen. Bis 4. Oktober ist es möglich, die Initiative der Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche Österreichs auf www.autofasten.at zu unterstützen; sie soll anschließend den zuständigen Verkehrs- und Umweltminister sowie allen zuständigen Verkehrs- und Umweltlandesräten überreicht werden.

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ISSN 2222-2464