Kirchen gedenken der Novemberpogrome 1938

Auftakt mit Doron Rabinovici am 3. November

Wien (epd Ö) – Eine Bedenkwoche zum Gedenken an die Novemberpogrome 1938 in Österreich und Deutschland veranstalten auch heuer wieder verschiedene kirchliche Organisationen. Unter dem Titel „Mechaye Hametim“ (Der die Toten auferweckt) macht Doron Rabinovici den Auftakt am 3. November mit einer Lesung aus seinem Roman „Ohnehin“ im Otto-Mauer-Zentrum in der Währinger Straße 2-4.

Im Rahmen der Abschlussveranstaltung am 9. November laden die Initiatoren zu einem ökumenischen Gottesdienst am 66. Jahrestag des Novemberpogroms in die Ruprechtskirche im 1. Wiener Gemeindebezirk ein. Den Gottesdienst mitgestalten werden der Wiener Superintendent Mag. Hansjörg Lein und Prälat Maximilian Fürnsinn, Vorsitzender der Superiorenkonferenz.

Mitveranstalter der Bedenkwoche sind unter anderem die Evangelische Akademie Wien, die Evangelische Hochschulgemeinde, die Katholische Aktion Österreich und die Wochenzeitung Die Furche.

Die Bedenkwoche dauert vom 3. bis zum 9. November, am 2. Dezember gibt es eine weitere Veranstaltung mit einer Zeitzeugin aus dem Konzentrationslager Theresienstadt. Nähere Informationen zu den Veranstaltungen der Bedenkwoche gibt es bei der Pfarrgemeinde St. Ruprecht, T 01/535 60 03, www.ruprechtskirche.at, Seitenstetteng. 5/4, 1010 Wien.

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden im deutschen Machtbereich Sy-nagogen in Brand gesteckt, jüdische Geschäfte zerstört und jüdische Wohnungen verwüstet. Zahlreiche jüdische Menschen wurden verletzt und getötet. In Wien zerstörten Österreicher und Deutsche am 10. November 1938 insgesamt 42 Synagogen und Bethäuser. Die Bedenkwoche will auch an jene Menschen erinnern, die nicht weggeschaut haben, sondern trotz persönlicher Gefahr ihren jüdischen Mitmenschen geholfen haben.

ISSN 2222-2464