Kirchen fordern mehr Kostenwahrheit in Verkehrspolitik

Auf Alternativen zum Auto und Überdenken des eigenen Mobilitätsverhaltens will die "Aktion Autofasten" aufmerksam machen.
Auf Alternativen zum Auto und Überdenken des eigenen Mobilitätsverhaltens will die "Aktion Autofasten" aufmerksam machen.

Auftakt zur „Aktion Autofasten“ mit Weihbischof Scharl und Superintendent Lein am Wiener Ostbahnhof – Veranstaltungen in allen Bundesländern

Wien (epdÖ) – Mehr Kostenwahrheit in der Verkehrspolitik haben am Mittwoch, 9. März, der Wiener römisch-katholische Weihbischof Franz Scharl und der evangelische Superintendent Hansjörg Lein gefordert. Bei der Auftaktveranstaltung am Wiener Ostbahnhof zur „Aktion Autofasten“ plädierten sie zudem für eine menschen- und schöpfungsfreundlichere Gestaltung des Verkehrs. Scharl und Lein zeigten sich zuversichtlich, dass auch heuer wieder mehrere Tausend Österreicherinnen und Österreicher zwischen 9. März und 23. April das eigene Mobilitätsverhalten überprüfen und Alternativen zum Auto ausprobieren. Lein unterstrich, dass jeder Einzelne Verantwortung übernehmen könne und auch solle. Mit der „Aktion Autofasten“ sollten vor allem auch jene Personen angesprochen werden, „die sich derzeit den Alltag ohne Auto überhaupt nicht vorstellen können“.

Markus Gerhartinger, Sprecher der Umweltbeauftragten der katholischen und evangelischen Kirche in Österreich: „Es wäre schon ein Erfolg, wenn wir viele Leute dazu bewegen könnten, sich vor einer Autofahrt bewusst zu überlegen, ob diese Fahrt notwendig ist oder ob es Alternativen gibt.“ 2010 seien durch die „Aktion Autofasten“ rund 3,6 Millionen PKW-Kilometer und 560 Tonnen CO2 eingespart worden.

Auftakt in den Bundesländern

Nicht nur in Wien, sondern auch in den anderen Bundesländern finden markante Auftaktveranstaltungen statt: Erzbischof Alois Kothgasser (Salzburg), Bischof Manfred Scheuer (Inns-bruck), Superintendentin Luise Müller, der Tiroler Landeshauptmannstellvertreter Anton Steixner und der Wiener Verkehrsexperte Hermann Knoflacher nehmen am 10. März an einer Bahnfahrt von Kufstein nach Innsbruck teil. In Tirol und Salzburg hat am Mittwoch auch ein Fotowettbewerb zu „Visionen einer nachhaltigen Mobilität“ begonnen. Weiters wurden am Mittwoch an Staupunkten im Salzburger Morgenverkehr 3000 Bio-Äpfel und Autofasten-Karten verteilt. In Graz wird das Autofasten 2011 am Freitag, 11. März, mit einem humorvollen Beitrag zum Klimaschutz durch die Kabarettisten Georg Bauernfeind und Manfred Linhart eröffnet. In Kärnten beginnt die Aktion am 11. März um 10 Uhr am Heiligen-Geist-Platz von Klagenfurt. Interessenten für die „Aktion Autofasten“ können sich im Internet unter www.autofasten.at registrieren. Außerdem gibt es etwas zu gewinnen: eine Bahnreise nach Prag, Almurlaube, Räder sowie Fahrkarten der regionalen Verkehrsverbünde.

ISSN 2222-2464