Kirchen fordern gesetzliche Mindestsicherung

Appell des Ökumenischen Rates der Kirchen an Bundesregierung

Wien (epd Ö) – Der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) hat die Bundesregierung und alle politischen Verantwortungsträger aufgerufen, Maßnahmen gegen die wachsende Armut zu ergreifen und eine gesetzliche Mindestsicherung zu ermöglichen. In einer Resolution zeigte sich die ÖRKÖ-Vollversammlung „beschämt und zugleich besorgt, dass in einem reichen Land wie Österreich nach Angaben der Statistik Austria 460.000 Menschen in Armut leben und ca. eine weitere Million unmittelbar von Armut bedroht sind“.

 

Eine kontinuierliche Anpassung der Leistungen an die – gerade für diese Personen besonders belastende – Teuerung der Grundnahrungsmittel erscheine unerlässlich. Arbeitslosigkeit, insbesondere bei der Jugend, prekäre und unbeständige Beschäftigungsverhältnisse führen dazu, dass immer mehr Menschen das lebensnotwendige Einkommen nicht mehr erreichen, heißt es in der am Donnerstag, 18. Oktober, angenommenen Resolution. Der ÖRKÖ fordert daher die Bundesregierung auf, „sofort und konsequent zu handeln“.

 

ISSN 2222-2464